With Full Force Festival
22.06. - 24.06.01, Roitzschjora
So, auch das diesjährige WITH FULL FORCE wird natürlich von mir persönlich reviewt. Für den Chef nur das Beste, wobei Begleiter Manni ja noch nicht ma seinen Namen schreiben kann. Wie immer (oder auch wie letztes Jahr) sind wir Freitags um 6.30h los, es war Freitag, der 22.06. - mein Geburtstag. Jeder hat mal Geburtstag, gegen 13.00h waren wa dann in Roitzschjora. Zelt aufbauen, bzw. Auto umrüsten und erstes Bier annen Hals. NJ BLOODLINE zockten schon, davon hab ich beim obligatorischen Rundgang ein bisserl was mitbekommen. SKIN OF TEARS haben wir uns geschenkt und auch SHUTDOWN aus NYC hab ich nur kurz gesehen. D.O.A. waren dann ein bisschen weniger langweilig als in Bochum und DISRESPECT mit neuem Sänger gingen ganz ok, obwohl ich an diesem Freitag wenig Bock auf Metalcore hatte. Rumlaufen, Bier trinken und im unwichtigen VIP-Zelt sitzen. THE BONES sind cool, aber wenn man einige Bands zum dritten Mal innerhalb von 6 Monaten sieht, kann das auch nicht mehr viel reissen. BRIGHTSIDE aus Kassel konnten was reissen, auch wenn die Leute anfangs nicht so derbe abgingen wie im letzten Jahr. Ging aber sonst mehr als ok, die "Ring Of Fire"-Zugabe wurde mit einer Ansage gegen die H-BLOCKX eingeleitet, so muss das sein. Diese durften dann später für die ausgefallenen BAD RELIGION auffer Hauptbühne zocken, nachdem SUICIDAL TENDENCIES dort einen Gig abgeliefert haben, an den ich mich kaum noch entsinnen kann. Hab ich die nur 10 Minuten gesehen, oder war ich schon wieder betrunken? Ich glaub, die waren gut. Auffem letzten Bizarre waren se auf jeden Fall mehr als nur gut. DRITTE WAHL konnten im Zelt sehr viele Leute extrem mitreissen, wir pendelten zwischen dem naheliegenden Zeltplatz und dem Bühnenbereich. Immer ein Bier inna Tasche. RYKERS waren da, mal wieder, und was ich vonner Bühne verfolgen durfte, war sehr gut. Viele Lichter, viele Menschen, viel Pogo. Und alle Hits. War geil und damit wohl auch die beste Show des Tages, hätte es MOTÖRHEAD nicht gegeben. Nach RYKERS wollt ich erst mal 10 Minuten Pennen - der Konsum forderte Tribut - aus 10 Minuten wurden dann fast 2 Stunden, doch als ich mich dann vor der Hauptbühne wiederfand, sollten MOTÖRHEAD noch mindestens 90 Minuten spielen. Krass, für mich das erste Mal live und auch auf Platte hatte ich mit den Engländern nie was am Hals. Laut, schnell, asozial und die beste aller Stimmen. Derbe. Aber fett! Wat 'ne Überraschung. Danach aber pennen.
Der Samstag wurde mit Kochen begonnen, noch nie haben vegetarische Ravioli so scheisse geschmeckt. Gas-Kocher sind schwul. Die Duschen auch, obwohl in den komischen WC-Containern sogar Wasser und keine Dämpfe rauskam. Trotzdem unhygenisch. Bäh. PUNISHABLE ACT aus Berlin haben eröffnet und waren unerwartet tight. Meine Fresse. RANTANPLAN kamen genau richtig zum Chillen, bevor OXYMORON nach UNDEAD eine sehr coole Performance ablieferten. Alle Hits, Pogo und Spass. Fett. MAD SIN waren dann nicht ganz so heftig wie die OXYS, konnten aber trotzdem einige Punkte einfahren. VISION aus New Jersey gefielen mir dann so gut wie noch nie, bei "Close-Minded" und "The Kids..." konnte man als Gastsänger MIOZÄN- und BRIGHTSIDE-Leute engagieren. Klasse. THE DAMNED waren nichts besonders und IGNITE haben das Zelt zum Brodeln gebracht. Nix neues, oder?
Der Hauptact folgte mal wieder auf der Aftershow-Party im VIP-Zelt, wo wir nach mehreren "Wie heissen die scheiss Cocktails nochma?" sowas von gehörig die Lampen anhatten. MAMBO KURT hab ich nur am Rande mitbekommen, denn auch dort konnte man den ein- oder anderen Bekannten wiedertreffen. Irgendwann fand ich am Wohnmobil von BRIGHTSIDE wieder, es war nach 6 und die Lampen waren totally an. Ich fand den Hunde-Pulli vom BRIGHTSIDE-Gitarristen immer noch hässlich, haha. Wat geht?
Der nächste Morgen war hart, denn um 13h weckte mich die Sonne. Zu SHELTER, BACKFIRE! und 4 IN THA CHAMBER kann ich nicht viel sagen, aber SOIA waren wie immer gut. Zu gut, zu oft gesehen. VENEREA und REACH THE SKY gingen ok, aber auch die DONOTS konnten das Publikum begeistern. Die DROPKICK MURPHYS waren der krönenden Abschluss eines guten Festivals. Diese Band ist geradezu dafür geeignet, grosses Publikum zu rocken. Und das taten sie auf alle Fälle. Mit ihnen war MIOZÄN's Kuddel, der schon Sonntag Mittag wieder alle Lichter brennen hatte. Unglaublich, aber genial. Bis zum nächsten Jahr...
Props: Ruhrpott-Leute, MIOZÄN, BRIGHTSIDE, DONOTS, Lol, den Leipziger Nachbar, Lauri Roter Faden, Small Town Criminals Mann. (nico)