Ten Foot Pole & Venerea
31.01.03, Köln - Underground

Als wir etwa 2045 Uhr im Underground aufliefen, hieß es erstmal: Ausverkauft. Das heißt immer, dass die Tanzfläche voll wie tausend Russen ist, der Gang dorthin aber lecker und gemütlich frei bleibt. So kann ich mir die ganze Chose angucken. Die sympathischen Vier von VENEREA habe ich seit „Losing Weight, Gaining Ground“ nun überall in der Ecke hier gesehen, da darf auch der Auftritt in Köln-Ehrenfeld nicht fehlen. Die ersten Songs waren schon gespielt, während meine beschlagene Brille und ich die letzten Klänge von „Woodfall“ mitbekamen. Die Hütte hat schon leicht gebebt da vorne. „Love is a battlefield…“ ein paar neue Songs und diverser älterer Kram machten die vielleicht 35 Minuten rund, die durch völlig überraschende Zugaben noch mal verlängert wurden. TEN FOOT POLE sind mir zur Melody Core Hochzeit voll über den Schlappen gerutscht. Von denen habe ich kein Tondokument und live habe ich sie auch noch nicht gesehen. Früher war wohl mal die Zeche Carl fast voll, heute reicht es immerhin noch für etwas mehr als 300 Zuschauer. Wie mir fest versichert wurde, haben die ein paar alte Hits ausgepackt sowie das neue Album „Bad Mother Trucker“ vorgestellt. Im Pit ging dann zu Recht auch einiges, was der Sänger aber immer wieder zu bremsen versuchte. Kein Stagediving, kein rumsurfen. Dass auch über George Bush geschimpft wurde, erwähne ich nur nebenbei, weil dass ja jeder macht. Den haben wohl genauso wenig Amis gewählt, wie seinerzeit die Deutschen Kohl, Stoiber oder jetzt den „Hessen-Hitler“ Roland Koch. War ja auch nie einer. Nach einer guten Stunde war dann erst mal Schicht, bis der Sänger mit Klampfe bepackt noch mal ein Solostückchen als Sahnehäubchen präsentierte. Für uns war dann Ende. (markus m.)