Sum 41
17.03.03, Köln - E-Werk
SUM41 sind glaube ich momentan die im jugendlichen Mainstream angesagteste Punkband, kein Wunder dass die hippe Disse E-Werk schon im Vorfeld ausverkauft war. Wir da also rein und erst mal locker den Altersdurchschnitt um ein paar Zehntel angehoben. Als Vorband konnten THREE MINUTE POETRY angeheuert werden, die auf fast jedem Emo Festival zu Hause sind. Getz also auch mal hier als unterhaltsamer Aufwärmakt. Ein paar Klatschmärsche konnten sie veranstalten, mehr aber nicht, schließlich wartete alles auf den Hauptact. Nach nicht mal ner halben Stunde Umbau explodierte die Bombe und die jungen Amis legten los. Vor uns hatten sich drei Mädels (ca. Sandy, Mandy und Wendy, etwa 11) und ein paar jüngere Frank Fussbroich Verschnitte (also übergewichtige Lockenträger als Köln-Kalk, gerne auch mit Schnauz) installiert, die wild rumhüppten. Meist waren die Anwesenden aber wirklich im Alter des ersten Handys oder der dritten Regel. Nichtsdestotrotz haben sich SUM41 sämtliche meiner Vermutungen entsagt. Kein albernes Gequatsche wie die großen Brüder Blink182, sondern schon ne ordentlich und fast schon straighte, schnelle Show. Erstmal fünf Songs ohne Ansagen gespielt, darunter den First Hit „Fat Lip“. Ich, der keine Platten von denen besitzt, hab dann mal für mich festgestellt, dass sich die Songs doch im Verlauf sehr ähneln und mich sehr an „Welcome to Paradise“ von Green Day bzw. an ihr eigenes „Motivation“ erinnern, was ja auch nicht das schlechteste ist. Dazwischen gab es immer mal Metal- und andere Spielereien um die Stunde voll zu kriegen. Wie dem auch sei, das Publikum ist auf ihre Kosten gekommen und wir ja eh immer. (markus m.)