European Hardcore Party
09.11.02, Maastricht (NL) - Platte Zoal

Die European Hardcore Party. Wir flogen am späten Nachmittag ein, erste Band, die ich war nahm, waren TECH 9. Ordentlicher Auftritt vor 'nem Haufen Skins. Danach kamen dann CONVICT, melodischer Old School Hardcore im IGNITE-Stil. Oder waren die sogar schon vor TECH 9 an der Reihe? MAD SIN hab ich nun das dritte Mal innerhalb einer Woche gesehen, die Jungs waren wie immer okay, aber auch nicht wirklich fett. ROGER MIRET und seine DISASTERS legten dann mal wieder ein solides Set hin, guter amerikanischer Streetpunk, auf den die Leute abgingen. Ist zwar nicht der Überknaller, aber als Support für andere Bands sehr gut zu gebrauchen. Und ab nächster Woche ist er dann wieder mit AF unterwegs. STAMPING GROUND aus England machen Metalcore und haben mich daher kaum interessiert. Eigentlich sollten nun MURPHYS LAW auflaufen, da diese aber noch am Flughafen festgehalten wurden, durften STARS AND STRIPES rauf auf die Bretter. Die Männer aus Boston spielten 50% SLAPSHOT- und 50% STARS AND STRIPES- Material. Der Original-Gitarist ist kurz vor der Tour ausgestiegen, als Ersatz hielten gleich zwei Gitaristen von RIGHT DIRECTION her. Natürlich waren die STARS AND STRIPES-Songs absolut die Hölle, das Album "Shaved For Battle" zählt wohl zu den besten US-Streetpunk-Scheiben, die jemals erschienen sind. Es gab einen fetten Skinhead-only Pogo-Pit, Arme hoch zu Tracks wie "Skinheads On The Rampage", "American Oi", "Street Kids" oder "We're Not Criminals". Das man dabei die politische Korrektness auf Grund der konservativen Rechts-aussen Lyrics vor der Tür lassen sollte, scheint klar. Aber ob SLAPSHOT diese Songs wirklich nur ironisch meinen, zumindest die Glatzen vor der Bühne würden das ein oder andere Statement blind unterschreiben. Auf jeden Fall kamen diese Knaller sehr gut an, wobei auch SLAPSHOT-Klassiker wie "Back On The Map", "Step On It" oder "Hang Up Your Boots" für Freude sorgten. Nach einer etwas längeren Pause haben MURPYS LAW es dann doch noch geschafft, und brachten 30 Minuten absoluten Fun-Hardcore rüber. Lustige Band, bei der mir live allerdings wieder bewusst geworden ist, dass die ganz grossen Nummern von anderen Acts geschrieben werden. Jimmy Gestapo und seine Jungs sind okay, aber sicherlich auch nicht der Hammer, wie von einigen Besuchern behauptet. Und nun zurück ins Heimatland. (nico)