Spermbirds
17.01.01, Heidelberg - Schwimmbad

Jaja, die Spermbirds. Jeder kennst diese Band, zumindest den Namen hat wohl jeder Idiot schon einmal gehört (zu den Idioten zähl ich mich persönlich ausdrücklich). Der Kenner wird jetzt wohl fragen, Spermbirds, hä? Die ham sich doch schon 95 verabschiedet! Yo, stimmt. Kurze trockene Antwort, aber näheres gibts erst im Interview, welches in Kürze folgt. Bevor es ans Werk ging, war erst die Vorband an der Reihe. BAD OF APRIL nannten sich die Jungs. Die legten gleich mal los und ließen ihre Gitarren für sich sprechen. Am Anfang dachte ich, die seien en Limp Bizkit-Verschnitt...noch dazu sah der Sänger Chino Moreno von den Deftones en bissl ähnlich und hatte auch so ne Korn/Deftones-mäßige Stimme. Yep, ich hatte also schon den Eimer, ähh, die Schublade mit der Aufschrift "New-school-trash" (TRASH *lol*) aufgemacht, bis mich ein netter Mensch darüber aufgeklärt hat, dass sich diese Gattung wohl "Emocore" schimpft. Gut, meinetwegen, aber Ihr sehts, ma hats nich einfach als Straßenrocker...Insgesamt warn die meisten Leute mit der Vorband aber sehr zufrieden und gingen zum Teil schon richtig ab. Als die Emos fertig warn konnte sich der aufmerksame Beobachter davon überzeugen, dass nirgendwo ein Merchandise-Stand aufzufinden war. Nein, man hatte ihn nicht unterwegs verloren oder er war entlaufen, sonder die 4 Spermavögel haben schlicht und einfach nix mehr zum verkaufen. Jo, als die besagten 4 Herren dann die Bühne betraten, ergriff meinen, am Vortag noch von 39 Grad Fieber und Schüttelfrost geplagten, Körper ein beklemmendes Gefühl. Für Schwimmbad-Verhältnisse war es schon schier unglaublich, wie die Leute abgingen. Pogo von Anfang bis zum Ende war selbstverständlich, stagediving, Mitgegröhle...geil! Lustig auch die Bemerkungen der Band: "Ein paar von Euch sind so alt wie wir, andere könnten fast unsere Söhne sein"-"Hey, vielleicht sind ja ein paar von Euch Söhne von uns" Gut, ich weiß kommt jetzt scheiße rüber, aber während dem Konzert kams kurz, spontan, trocken und witzig. Als es dem Gitarristen auf der Bühne zu langweilig wurde beschloss er auch mal kurz stagediving zu machen... dummerweise mitten im Liede, deshalb musste die Klampfe halt auch mit, ob se wollte oder nich... Zum Schluss gaben die Spermbirds fast noch ne halbe Stunde ne Zugabe, spielten insgesamt etwa 90 Minuten. Für 15 Mark Eintritt ne faire Sache, obwohls natürlich nie billig genug sein kann... (kluni)