Slaughter And The Dogs
30.11.01, Bonn - Klangstation
Eigentlich wollten wa ja nach Münster fahren, SPRINGTOIFEL gucken. Naja, war dann doch zu weit, und hätte auch vonner Spielzeit zu lange gedauert. Zumindest dann, wenn man noch innen Hof wollte, Lampen andrehen. Sind wir also vorher in Bonn vorbeigefahren, wobei ich eigentlich schon ahnte, dass Punkrockkonzerte in Bonn nur scheisse werden können. Die Klangstation war vielleicht mit 50 Leuten gefüllt, als die zweite Vorband KOLFINGER immer noch dran war. Ey, so 'ne schlechte Kapelle hab ich ja noch nie gesehen. Dreckshippies. Der eine hatte 'nen Salz-Iro und durfte die bösen Lieder singen, während der andere 'ne Mozart-Frisur drauf hatte und ein paar Schnulzen zu besten gab. Bitte sterben, aber noch in dieser Woche! SLAUGHTER AND THE DOGS aus England brauchten dann über 'ne dreiviertel Stunde, um ihre Sachen auffer Bühne in Ordnung zu bringen. Oder besser gesagt der überfordete Roadie, der sogar noch die Setlist für die alternden Rockstars abschreiben durfte. Diese liessen sich dann erst bei Showbeginn oben blicken. Ich hab von denen ja nichts auf Platte, aber der rockige Punkrock der Insulaner ging musikalisch ganz okay. Nach über 40 Minuten sind wir dann aber auch wieder gefahren, es reichte. Naja, noch ein Wort zum Publikum, das aus einem Skinhead, vier Punkern und 50 komischen Gestalten bestand. Bonn rockt eben nicht. Obwohl die besoffenen Skate-Kids ein bisserl abgingen. Am darauffolgenden Tage sollten SLAUGHTER dann aber im Moerser Südring zocken, wobei die Herren diesen Gig dann kurzfristig absagten. Man bräuchte mindestens ein 3-Sterne Hotel, sonst würde man erst gar nicht vorbeikommen. Gesagt, getan. Heftig, was? Diese Kerle sind die Überarschlöcher und werden hierzulande - zumindest Konzert-technisch - eh kein Bein mehr auf den Boden kriegen. Zeit zu gehen... (nico)