Slapshot & Right Direction
15.05.02, Bochum - Zwischenfall

Als Slapshot das letzte Mal vor drei Jahren im Zwischenfall zu Gast waren, war dieser mit etwa 400 Besuchen nahezu ausverkauft. Ähnliches erwartete ich auch diesmal – aber geschnitten. Als ich pünktlich zu Right Direktion den Zwischenfall betrat, waren höchstens halb so viele  Leute anwesend. Wie auch immer, die Holländer konnten mich nicht wirklich überzeugen. Was die Lyrics angeht waren die Jungs schon des öfteren vom „rechten Weg abgekommen“, aber auch musikalisch waren sie nicht der wirkliche Hammer (NY-Style HC aus dem Land der wässerigen Tomaten). Nach Ende des Sets ging es recht zügig mit Slapshot weiter. Eigentlich interessiert mich diese SxE Frage überhaupt nicht, da es für mich nicht von belang ist, ob jemand SxE ist oder nicht. Aber bei den Bostoner war es früher jedenfalls ein Thema. Songs wie „in your face“ und Aussagen wie „kill everyone with a beer in the hand“ sprechen, bzw. sprachen eine eindeutige Sprache, die ich einfach nicht ernst nehmen kann! Menschen und Ansichten ändern sich oftmals, denn Choke und seine Jungs gaben sich locker, denn Leute mit nem Bier inne Hand wurden keinesfalls als Störfaktor angesehen. Slapshot legten sich gehörig ins Zeug. Ein Smasher folgte dem Nächsten, denn Lieder wie „no friend of mine“ und „old time hardcore“ kicken einfach. Somit stieg auch nach einer Weile die Stimmung, nachdem sich das Publikum anfangs sehr verhalten zeigte. Gegen Ende des Sets wurden noch zwei Songs von Chokes Projektband „Stars and Stribes“ gecovert, die textlich nicht minder umstritten sind als manche Slapshot Aussagen. Na wie auch immer, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bostoner all ihre Aussagen zu ernst nehmen, da „hang up your boots“ und „shaved for battle“  in einem Set nicht unbedingt zusammen passen. Ich würde es jedenfalls als gelungene Realsatire bezeichnen. Slapshot waren jedenfalls gut, hatten Spaß und haben mich überzeugt!!! (christian)