Down By Law & Skarhead & Union 13
23.06.02, Oberhausen - Altenberg

So, das gibt's auch nur hier. Gigreview schreiben wenige Minuten nachdem der Gig zu Ende gegangen ist. Fett. SKARHEAD waren einfach nur fett. Mein lieber Mann. Hab se ja schon mal vor zwei Jahren beim WFF gesehen, schön, aber Oberhausen hat gerockt. Einfach nur purer Spass. Hier geht es nicht um Politik oder Punkrock, sondern um die einfachen Dinge des Lebens. Alle sind se dick - meine Fresse - in 'nen 9-Sitzer bekommste kaum 6 von denen rein. Nach feinem Intro (war es Johnny oder Elvis?) ging et los, fast die komplette "Kings At Crime"-Partyscheibe (und nur die) wurde runtergerockt, in Begleitung von MADBALL-Hoya am Bass und Rick HATEBREED an den Drums. Ein dicker Latino (Foto) und Ezec mit den Goldzähnen sorgten für Flow auffer Bühne. Ezec bewegte sich sehr leichtfüssig, Hardcore-Musik versehen mit feinen Dance-Moves, das hat mir ja schon bei H20-Toby gut gefallen. "Dogs Of War", "T.C.O.B.", "I Won't Change" und natürlich "Snickers" setzen Points, bei diesen Tracks ging einige der gut 200 Leute straight ahead. Entgegen aller Gerüchte haben sich die New Yorker übrigens nicht Richtung HipHop entwickelt, ein DJ war zwar mit auf Tournee, in Oberhausen aber leider nicht im Einsatz. Nach gut 35 Minuten wurde die Show mit "Drugs. Money and Sex" beendet. Selten hab ich bei 'ner Hardcore-Show so gelacht, dicke Eier-Style und fette Bäuche. Dabei hatten die Leuten oben mindestens genauso viel Spass wie die unten. Party-Granate. Wobei wir aber nicht vergessen wollen, dass UNION 13 diesen Abend, der dann von DOWN BY LAW beendet wurde, eröffnet haben. Schade, denn ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mich die Mexico-Kalifornier live leider enttäuscht haben. Zum einen fehlte einer der Gitarristen, so dass man nur zur dritt antreten konnte, zum anderen wurden kaum Songs der genialen zweiten Platte gezockt. Viel mittelmässiges Material, ausserdem finde es bei solch einer aggressiven Band arg störend, wenn der Shouter auch noch ein Instrument bedient, da geht einiges an Power verloren. Besonders wenn die 1000er Halle dann nur mit 50 Leuten gefüllt ist. Hoffen wir mal, dass die Jungs beim intimen Clubgig im Coffy mehr rausholen können. DOWN BY LAW sind alte Männer, und haben einige feine Songs am Start. Aber auch viel Mittelmässiges, deshalb habe ich live nicht wirklich viel erwartet. Vier Leute stehen hinter ihren Mikros, 80 davor, keiner bewegt sich und alle sind glücklich. Brauch ich on stage absolut nicht, wenn dann in 'nem winzigen Laden oder besser nur über Stereo-Anlage. Die NY Thugs haben den Abend locker gerettet, Knaller Show. Endlich mal wieder... (nico)