Resistance-Tour
27.11.02, Dortmund - Soundgarden

Gerade läuft die neue PEEPSHOWS-LP, richtig schöne schwule Musik, die so gar nicht zu einem Konzertbericht über 'ne Prollo-Hardcore-Veranstaltung passt. Nur einmal hab ich mir die Resistance-Tour in diesem Jahr gegeben, das war auch gut so, denn dat hat richtig geknallt, Langeweile konnte also vermieden werden. Knapp 1000 Leute in einem nicht ausverkauften Soundgarden fanden ALL BORO KINGS gar nicht doll, als zweite Band nach BORN FROM PAIN hielt ich die ex-DOG EAT DOG-Formation allerdings für passend - Crossover zum Rumstehen und Ausruhen. Nette Singalongs und ein paar gute Hooks, mehr muss die Vorband auch nicht können. DISCIPLINE können allerdings einiges mehr, super Set inklusive einiger Nummern des neuen Albums "Saint & Sinners" (geile Platte!). Zur Mitte des Sets war der Soundgarden am Kochen, Skinhead-Pogo der Oberklasse. DISCIPLINE kann ich momentan wirklich gut leiden, tighte Band mit Attitude. Auf HATEBREED im Ruhrpott war ich dann sehr gespannt, weniger auf die Mucke als auf das Verhalten des Mobs. Und da prügelte einiges auffer Tanzfläche, während ich - wie so oft an diesem Abend - gemütlich auf einem der zahlreich vorhandenen Balkon-Areale das Treiben verfolgte. Kickboxen der Oberklasse, Stagediving und eine Band, die sichtlich Spass anner Sache hatte. HATEBREED sind wohl zur Zeit DIE HC-Band, demzufolge ging bei ihnen mit Abstand am meisten an diesem Abend. Musikalisch hört sich da für mich jeder Track gleich an, aber in Cooperation mit dieser Show wussten Jamie & Co. sehr zu gefallen. AGNOSTIC FRONT waren mal wieder am Start, der Gig war okay, nur sonderlich begeistern konnten sich nun auch nicht. Das sähe nach zwei Jahren Europa-Pause schon wieder anders aus. BIOHAZARD ließen lange auf sich warten, der Großteil aller Anwesenden war allerdings noch im Raum, als die Proll-Formation aus NYC startete. Interessant, diese Band mal wieder in einem reinem Hardcore-Kontext erleben zu dürfen, obwohl die Hölle nicht zu entdecken war vor der Bühne. Gutes, aber ein wenig zu langatmiges Set, das seinen Höhepunkt as usual in "Punishment" fand. Wenig später war die ganze Sache dann auch zu Ende. Fazit: Die Resistance-Tour präsentierte ein feines Monster-Package, wobei einzig und allein die Absage von DEATH THREAT zu schmerzen wusste. Diese wären eine der besten Bands der Tour gewesen. Ansonsten kann man Dortmund als wirklich fette Show verbuchen und der Soundgarden konnte sich als sehr geeignete Location empfehlen. (nico)