THE GET UP KIDS - "SOMETHING TO WRITE HOME ABOUT"
(Epitaph Europe)

Schon im Herbst 1999 wurde "Something To Write Home About" auf dem bandeigenen Label Heroes And Vallains veröffentlicht, vertrieben durch Vagrant Records. Nun wurde im März das Album auf Epitaph wiederveröffentlicht mit zwei Bonustracks, das bereits auf "Red Letter Day" erschienene "Forgive And Forget" und die 99er Split-7"-Nummer ( mit The Anniversary) "Central Standard Time".
Mit diesem Album beweisen die Get Up Kids, die von einigen sogar Kings of Emo genannt werden, dass sie zu recht zur oberen Schicht dieser Musikrichtung zählen.
Das Album ist Get Up Kids pur. Zwar hat man sich mit James Dewees mit einem Keyboarder verstärkt, der den Sound auch merklich beeinflusst, aber man hört die Get Up Kids in jedem einzelnen Song raus. Der Sound hat sich gegenüber "Four Minute Mile" insoweit verändert, als dass er nun voller geworden ist. Da wo früher ein Schlagzeug und eine Gitarre ein dünnes Soundgerüst aufrecht hielten, ist jetzt das Keyboard vielerorts zur Stütze geworden. Dies mag diejenigen, die besonders an dieser ruhigen Art der Get Up Kids Gefallen hatten, anfangs etwas stören, aber man merkt schnell, dass das keine wirkliche Änderung ist sondern ein gelungener Ersatz. Das Album allgemein erweckt den Anschein einer gereifteren Band, die über die eher depressive Anfangsphase ihrer Jugend hinaus ist um zu merken, dass auch das Erwachsensein zwar anders aber doch gleich ist. So bleibt die Thematik der Songs im band- und genreüblichen Bereich.
Das Album brilliert durch eine gelungene Abwechslung schnellerer, fast rockiger, und langsamerer Nummern, ergänzt durch etwas Pop.
Eine gereifte Band eben, die auf dem Weg zum perfekten eigenen Song ein gutes Stück weitergekommen ist.
Höhepunkte der Platte sind neben der Singleauskopplung "Action & Action" das pianogetragene "Long Goodnight", eines der Ruhepole der CD, sowie das rockige "Holiday".
"Something To Write Home About" gefällt nicht nur momentan, sondern wird auch in Zukunft, vielleicht sogar mehr als das Debutalbum, zu begeistern wissen, und was noch wichtiger ist, es weckt Interesse nach mehr... (zolly)