Oi! The Weekend
14.02.03, Düsseldorf - Benrather Hof

Nee, irgendwie war das alles in letzter Zeit nix wirklich erwähnenswertes, was es von der sonst so Hartumkämpften Live-Front zu vermelden gab..die richtig guten Konzerte blieben seit bedenklich langer Zeit aus, jedenfalls was die Gigs in heimischen Breitengraden betreffen sollte.. Doch am 14/15. Februar sollte erstmal wieder eine Lanze gebrochen werden, denn in Düsseldorf kündigte sich Oi! the Weekend Vol.1 an, was im Klartext für das Beste aus dem derzeitigen Wust aus Street/Oi!-Punk stehen sollte. Und selbst für den, der Zweifelte, sprachen Bandnamen wie Evil Conduct, Loikaemie, Springtoifel, Volxsturm, Mark Foggo, The Crack(!!) eine klare Sprache: Hier kündigte sich ein Konzert an, von dem man noch lange sprechen sollte ..und bei dem man sich schon besser früh genug die Karten hätte besorgen sollen! Für einige Kollegen hieß es nämlich an diesem WE leider die Platten der oben genannten Bands, beim samstäglichen Record-Hop im eigenen Wohnzimmer aufzulegen, denn binnen kürzester Zeit war zumindest der Samstag (meiner Meinung nach auch der interessanteste Tag des WE’s) mit insgesamt 700 Karten restlos ausverkauft. Tja wer zu spät kommt den bestraft bekanntermaßen das Leben..in diesem Falle wurde das Leben durch den Guten Nico vertreten, der an diesem Wochenende einen wirklich verdammt respektablen Job machte, Da ziehe ich meinen imaginären Hut vor Kollegen, Weiter so!!Das Ereignis stand also und so ging es am 14. also auf in Richtung Düsseldorf um das WE mit seinem ersten Konzerttag einzuläuten. Ort der Veranstaltung war an diesem Abend der Benrather Hof in Düsseldorf/Benrath und empfangen wurde man von einem gewaltigen Haufen Skins und Punks und einigen Psychos aus dem Kölner Raum, die sich in letzter Zeit bei Wochenenden leider immer etwas rahr machten. Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass an diesem Tag auch Valentinstag war und mir ein blondes Fräulein aus Duisburg eine Liebeserklärung machen wollte, was ich aber kaltherzig abtat.. was mir natürlich im nachhinein unendlich Leid tut.. aber ich fand es halt schon damals in der Schule blöd, wenn Mädchen mit 3 Freundinnen im Schlepptau auf mich zukamen.. Als ich den Benrather Hof dann betrat waren die Porters schon bei der Arbeit, aber irgendwie war das Publikum an diesem Abend noch nicht so mitzuziehen, wie es bei einer solchen Band- vor allem Live- der Fall sein sollte. Dann spielten die DDorfer Lokalmatadoren namens Broilers, bei denen sich der Raum schon etwas mehr füllte und die beim angereisten Publikum auch gut ankamen. Die angekündigten Lousy spielten an diesem Abend dann übrigens doch nicht, wurden aber mehr als würdig – wie ich finde- von Frontkick vertreten. In der Zwischenzeit konnte man sich an den aufgebauten Plattenständen bei einem altbekannten Herren namens Repkow mit Platten, Hemden und sonstigem Schnick&Schnack eindecken. Schön, schön! Danach erklomm auch schon der ehrwürdige Mark Foggo die Bühne und verwandelte den gesamten Benrather Hof zu einem einzigen skankenden Pulk von Leuten, wie es bei einem solchen Act und einem solchen Abend auch eigentlich gar nicht anders hätte sein dürfen- Schön! Zwischendurch noch ein Bierchen mit dem Stürmer Tost verschüttet und die Essigessenz neu definiert, was mir echt gut gefallen hat und sich- wie ich hoffe- bei Gelegenheit mal wieder wiederholen lässt! Besten Gruß an dieser stelle noch mal!Einziger Kritikpunkt an dem Abend war, dass die Bierpreise im Benrather Hof der reinste Wucher sind, aber ich denke mal, dass das nicht im Bereich der Veranstalter liegt. Von daher gab es an diesem Abend eigentlich nichts zu meckern.. außer, dass ein gewisser Dennis aus dem Sauerland ein alter Streithammel ist, hehe... (markus / bezirk 7 fanzine)

Pics bei www.beerandmusic.de