M-Town Hardcore Summer Event
10.08.02, Maastricht (NL) - Boscherveld
Das drei-tägige Sommerfest von Theo Noizz haben wir uns am Samstag gegeben. Recht pünktlich zum Gig von DEADLINE aus England trafen wir ein, wie auch schon vor zwei Jahren, fand die ganze Angelegenheit auf dem Boscherveld in einem Bierzelt statt. Die ehemaligen GUNDOG-Leute fabrizieren ja auf Platte recht guten Punkrock mit Frauen-Gesang, der allerdings für einige Besucher etwas gewöhnungsbedürfigt klingen dürfte. Ist auf jeden Fall mal was anderes und hat mit Oi! bzw. Streetpunk gar nicht so viel am Hut. Mal sehen, was da im Oktober in deutschen Clubs abgeht. THE SPADES und FOR THE FAME haben wir uns geschenkt, erst zu den BONES waren wir dann wieder anwesend. Naja, es ging fast gar nichts, der Laden war bis dahin mehr schlecht als recht gefüllt und irgendwie fand ich die Schweden nicht so prickelnd. Man hat die Jungs eben schon sehr oft gesehen, und immer in guter Verfassung. Es war zu früh am Tag für Punk'n'Roll. Bevor ARGY BARGY ein wirklich tightes Set ablieferten war der Gig von NO DENIAL nicht verkehrt, KNUCKLEDUST und RIGHT FOR LIFE opferte man für einen Innenstadt-Abstecher. Die alten Engländer von ARGY BARGY inklusive COCK SPARRER-Members stellten die Überraschung des Abend dar, extrem aggressiver Strassen-Punkrock mit gehörig Punch. Geil. Von den restlichen fünf Bands kann ich nur zu zwei Acts etwas schreiben, da ich BFP, ANGEL CREW und CONVICT nicht gesehen habe. DISCIPLINE hingegen legten in neuer Vierer-Besetzung ein kurzweiliges und prägnantes 30-Minuten Set hin, das konnte mal wieder was. Um 22.30h erklommen DEATH THREAT aus den Staaten als Headliner die Bühne, in den folgenden 40 Minuten wurden neben einigen ganz neuen Tracks auch die Hits der EP und des "Peace & Secuirty"-Albums geboten, wie schon in Mönchengladbach am Vortag gab es zwischendurch ein paar Hänger, insgesamt waren die Jungs aber ziemlich tight. Coverversionen wie die von COMBAT 84 brachten Abwechslung in das von moshigen Tuff Guy-Sounds bestimmtem Set. Also, feine Bands in Maastricht, wobei immer wieder einige Sache dabei sind, die mich nicht sonderlich interessierten, daher zieht sich der Tag ein wenig. Das spricht aber wohl für die Style-Vielfalt dieser Events. (nico)