Iron Cross & 4 Promille & Broilers
& Amulet & SOF
14.12.01, Moers - Juz Henri
Oi! To The World. Dachte sich wohl der Ruhrpott am 14.12., als in Moers BROILERS sowie VIER PROMILLE samt internationaler Unterstützung auftrumpfen konnten. Da ich als Veranstalter involviert war, und daher nicht alles sehen konnte bzw. wollte, gibbet zu jeder Band nur einige Randnotizen. Leicht verspätet ging et gegen 21.00h mit SOULS ON FIRE aus Hannover los, die Herren boten mal wieder ein grosses Set und kamen gut an. Klasse Streetpunk, der ab März über Knock Out Records in die Wohnzimmer rollt. Die Idioten vor der Bühne haben getanzt. Doch dazu später mehr. AMULET aus Norwegen haben wir aus persönlicher Vorliebe verpflichtet, denn schliesslich waren diese Herren musikalisch etwas fehl am heutigen Platze. Perfekter Old School Hardcore trifft auf TURBONEGRO-Rock'n'Roll, für 20 Minuten war das auch wirklich sehr gut anzusehen. Der Sound war fett und die üblichen Alkohol-Glatzen vor der Bühne gehn' ja eh auf alles ab. Naja, nach 20 Minuten sind dem AMULET-Drummer dann leider seine Snares kaputtgegangen, er wollte sich keine weitere mehr leihen, aus Angst, auch diese und damit den Auftritt weiterer Bands zu ruinieren. Ein frühes Ende also. BROILERS konnten viele Leute aussem Publikum mitreissen, wobei der Mob mehr auffer Bühne als davor agierte. Die Geister, die man rief. Wie oben bereits erwähnt, war der Anteil an völligen Idioten auch für ein Deutsch-Oi!-Konzert ziemlich hoch, viele dieser komischen Gestalten hab ich noch nie auf 'ner Punkrock-Show in NRW gesehen. Oder kamen die etwa alle aus Östereich? Naja, auf jeden Fall haben sich selbst die Düsseldorfer Hähnchen nicht so ganz wohlgefühlt, aber jede Band bekommt das Publikum, das sie verdient, oder? Obwohl Moers ganz ehrlich ziemlich strange war. VIER PROMILLE tischten dann um Mitternacht auf, die Halle war mehr denn je gefüllt, und der Pogo heftiger als bei den Vorbands. Diese Düsseldorfer spielten mal wieder - man ist es gewohnt - ziemlich lange, wobei es den Leuten bestens gefallen hat, man wollte Melly & Co. ja kaum noch vonner Bühne lassen. 80 Minuten das übliche Programm, gemischt aus allen Alben. Zum endgültigen Abschluss des Events gab's dann noch 40 Minuten IRON CROSS, wobei mit rund 80 Leuten nur noch ein Viertel der ursprünglichen Masse anwesend war. Die alten Washingtoner sind zum ersten Mal in Europa, und haben - leider - ausser "Crucified" und "Live For Now" nicht wirklich viele gute Songs. Rumpel-Punkrock mit Kultcharakter eben. Der Name, das Symbol sowie AGNOSTIC FRONT sind wohl eher für den Bekanntheitsgrad von IRON CROSS verantwortlich als deren Tracks. Egal, denn die Herren sind auf jeden Fall sympathische Zeitgenossen. Irgendwann war Feierabend. Letztendlich lässt sich sagen, dass alles stressfrei über die Bühne gegangen ist, wobei nicht nur mich der Grossteil an Dumpf-Oi!-Idioten an diesem Abend überrascht hat. Da hab ich mich aber auf der
SPRINGTOIFEL/BROILERS-Tour wohler gefüllt, und da waren natürlich auch nicht nur helle Genossen am Start. Wat willse machen, denn 'ne Intelligenz-Kontrolle am Einlass hätte den Break Even steigen lassen, haha, und so haben wir alle gemeinsam den Beer & Music Jahresabschluss gefeiert. Auf ein neues, mit coolerem Publikum... (nico)