Mad Sin & Oxymoron & Roger Miret And The Disasters u.a.
02.11.02, Göttingen - Junges Theater

Nach Göttingen sind wa gefahren. Beim Lauri vom Roter Faden konnten wir freundlicherweise pennen, was die Lampen anzündete und bei Kollege Reimer für ein allerfeinstes Bäuerchen im Rahmen der after-concert-mässigen Reggae-Party sorgte. Lustig, und das mitten im Eingangsbereich. Jawohl. Sind wir alle noch 14? ich glaube nicht. Aber nun mal zum musikalischen Programm des Tages, überpünktlich vor 8 starteten die BELTONES ohne uns durch, ON THE RISE samt AF-Bassist haben wir dann gesehen. Der Sound war oberschlecht, teilweise konnte man aber gute Ansätze vom melodischem HC erkennen. Nur ging bei rund 80 Leuten in der 800er Halle auch während der nächsten beiden Acts nichts. PISTOL GRIP nutzten wir zum Falafel-Essen (verdammt göttliche Falafel waren das!), und fanden nach 30 Minuten nicht geplantem Stadtrundgang zu den Schluss-Minuten des PG-Sets wieder den Weg ins Junge Theater. Dort liefen sich nun weitere Ruhrpott-Menschen ein, und ROGER MIRET & seine DISASTERS befanden sich oben auf der Bühne. Die Liveperformance hätte ich da doch schlechter erwartet, guter aber bestimmt nicht überdurchschnittlicher Streetpunk wurde von vier Männern in Schwarz dargeboten, die Halle war kaum voller als noch bei ON THE RISE, der Sound nur unwesentlich besser. 45 Minuten das Debut runterspielen, inklusive COCK SPARRER-Cover. Ging in Ordnung, und war als Support für die noch folgenden Acts wirklich okay. Danach schon wieder diese Franken, aber auch hier erwischten sie 'nen guten Tag und konnten rund 250 Anwesende begeistern. Einige alte Hits holten dat Ruder aussem Wasser, die beste Band des Abends konnte zwar nicht überraschen, aber mit Power und etwas besserem Sounds als die Vorbands durchaus überzeugen. Wohl eine der letzten OXY-Shows für lange Zeit. Zwischenzeitlich war übrigens 'ne Flasche durch's Kassenfenster geflogen, war es wegen dem Eintrittspreis? Nicht nur OXYMORON distanzierten sich während ihres Gigs öffentlich von den verlangten 19 €uros. Dafür war das Bier aber durchaus günstig, schmeckte nur wie Sau. Göttinger Pils ist richtig scheisse, und das sag ich selten. Konnte man kaum trinken. Von MAD SIN aus Berlin hätte ich dann vielleicht ein bisschen mehr erwartet, die Jungs um Köfte waren sicherlich tight und boten die üblich fette Show, nur fehlte das berühmte Etwas. Okay, der Sound war bescheiden, die Halle viel zu gross, aber in der Setlist der Psychos vermisste ich einige Smasher der neuen Scheibe. Da wurde zuviel durchschnittlicher Kram neben den bekannten Hits gespielt. Mal sehen was sie in Münster bringen, in Göttingen jedenfalls ging die Krone des Abends an OXYMORON. Alles in allem ein sehenswerter Konzertabend mit hochwertigem internationalem Line-Up. Dafür fährt man gerne in niedersächsische Dörfer. Props to Lauri Roter Faden für die Obhut. (nico)