Lokalmatadore & Mad Sin & The
Pietasters
08.11.02, Münster - Tryptichon
Nachdem gestern die KASSIERER am Werk waren, gab es am Tach danach die nächste Ruhrpott-Asi-Bande samt hochwertiger Supports. Kurz nach 8 eröffneten die Psychos von CHIBUKU das Set, hm, die Mucke gefällt mir voll nicht, unmelodisch und sowieso. Nein danke. Als nächstes waren dann die Amis von den PIETASTERS anner Reihe, auf die hatte ich Bock. Gute Ska-Band, die auch live korrekt ankommt, zwei Alben der Jungs hab ich im Regal, die meisten Hits dieser LPs wurden auch live gezockt. Wirklich gute Band, das abschliessende "Drinking & Driving"-Cover sorgte für zusätzliche Sympathie-Points. Mittlerweile war das Tryptichon absolut vollgepackt, ausverkauft hieß es da, fast 600 Leute sprechen für sich. Da kamen die LOKALMATADORE gerade richtig, Hit after Hit, und im Laden gab es Massenpogo zu Knallern wie "Männer Rock'n'Roll", "Gut Holz", "Lange Nase" oder "Fotze". Obwohl ich stock-nüchtern war, fand ich die Vorstellung der Männer aus Mülheim-Ruhr sehr erfrischend, jeder Song ein Treffer, die obligatorische Pinkelpause von drei Bandmembers inklusive. Hat absolut gepasst, nur dass es aus Zeitgründen kein "El Lokalmatador" mehr gab, ist Schade. Es wäre der krönende Abschluss gewesen. Eigentlich erwartete ich nach den Headlinern des Abends mehr Platz im Saal, aber auch bei MAD SIN war der Club noch wirklich gut gefüllt. Die Berliner Psycho-Punk'n'Roller fegten wie auch schon die Woche zuvor in Göttingen mit ähnlicher Setlist los, der zuvor oftmals zu leise abgemischte Sound war nun okay, obwohl Sänger Köfte die ganze Zeit mit "bitte mehr Slap-Bass" nervte. Nach 20 Minuten gab es dann erstmal gar nichts mehr, Stromausfall, und 10 Minuten Pause. Okay. Danach ging es wie gewohnt weiter, die Leute sind auch hier wieder sehr gut abgegangen, diese Show konnte daher definitiv mehr als der Gig am letzten Wochende. Trotzdem vermisse ich im Set der Jungs jedes Mal ein paar coole Nummern, dafür kommt dann gerne mal der ein oder andere Mittelmaß-Track aus den Boxen, bei dem auch der Bandeigene Feuerspucker ran darf. Um 1 Uhr war dann Schicht im Schacht, ein feines Mini-Festival mit sehr gutem Line-Up und einen Publikum, dass Spass machte, neigte sich dem Ende. In Münster konnte man eine angenehme Mischung aus Psychos, Skins, Punks, vielen Mädels und Fußball-Prolls verbuchen, der Style-Faktor war im positiven Bereich an diesem Abend. Ich will bitte nie mehr auf Deutsch-Oi!-Shows gehen müssen, jawohl?! (nico)