Hellride & Psychopunch
04.10.01, Köln - Underground

Nach Köln zu kommen erwies sich als schwieriger als angenommen. Das Problem war zumindest erst mal einen Mitfahrer zu finden. Nachdem ich ca. 10 Leute angerufen hatte und der 10. dann endlich sagte, OK, machten sich Al und ich dann auf nach Köln. Nach einem kleinen Baustellenstau waren wir gegen 20:30 am Underground, wo so ziemlich gar nichts los war. Um 9 machten die HELLRIDE Jungs den Anfang. Der relativ schlechte Sound und das ziemlich leere Underground (zu der Zeit waren höchstens 20 Leute drin) machten dem Quartett gar nichts und es gab anständig Dampf. Das ist Rock N Roll! Fette Riffs, fetzige Rockgitarren und anständiges posing. Die Burschen könnten sich mal anders kleiden und zum Friseur gehn. Es wurden leider nur 2 Songs vom aktuellen „Making out with Fire“ Album gespielt, aber die neuen Songs und mir unbekannten Granaten standen da in nichts nach. PSYCHOPUNCH wurden von einer Hand voll Fans schon sehnsüchtig erwartet. Als sie dann die Bühne enterten gings auch direkt los. Diese Band hat Power! Genauso wie ihr Support sind die PSYCHOS beim Schwedischen Label White Jazz, das den meisten Leuten durch Bands wie HELLACOPTERS oder GLUECIFER (Mittlerweile beide mit Majordeal) bekannt sein dürfte. Das Label stellt sich immer mehr als Talentschmiede für anständige Punk N Roll Bands raus. Vor der Bühne waren drei eingefleischte Luftgitarrenspieler und Mattenschwinger voll in ihrem Element. Ein sehr amüsanter Anblick. Da sich bis zu diesem Zeitpunkt höchstens noch 20 Leute mehr, also insgesamt 40 Leute eingefunden hatten, hatte das „Moschtrio“ auch massig Platz. Die neuen PSYCHOPUNCH Songs wissen genauso zu überzeugen wie das letzte Album „Bursting out of Chucky’s Town“. Wunderschönes einstündiges Vollgaskonzert! Es ist nur sehr schade, das sich für so eine Knallerband kaum einer interessiert. Ich wünsche der Band das auf der nächsten Tour, und natürlich auf der noch laufenden, ein paar mehr Leute in die Clubs kommen. (patrick)