European Hardcore Party
22.03.03, Maastricht (NL) - Platte Zoal
Nach einer anstrengenden Nacht ging es gegen Nachmittag auf nach Maastricht. Dort wartete die European Hardcore Party mit einem ganz besonderen Headliner auf, doch dazu später mehr. Pünktlich zum Set der GUITAR GANGSTERS betraten wir die ausverkaufte Halle. Von "Sold Out" war um 16h noch nicht viel zu spüren, beim Gig der Engländer befanden sich nur wenige Hundert Menschen im grossen Saal. Dementsprechend kam das Punkrock-Trio dann auch an, nämlich gar nicht! Die Jungs hatten im Gegensatz zur Vorabend-Show in Düsseldorf eben das Pech, in Holland das total falsche Publikum zu erwsichen. Trotzdem finde ich es sehr cool, dass Bands wie GG in das Programm einer HC-Party eingebaut werden. Da das Billing doch sehr stark auf den Headliner fixiert war, konnte man den ein oder anderen Ausflug in die Maastrichter Altstadt unternehmen, bevor SPIDER CREW aus Vienna ihr Programm abspulten. Austria-Tuff Guy-Hardcore, der mir teilweise auf Platte etwas spontaner vorkam. Nicht schlecht, da die zwei Sänger doch ganz gut Aktion machen, aber sicherlich auch nicht besonders doll. Da waren INHUMAN aus NYC schon 'ne Ecke besser, Old School NYHC ala frühe SOIA, zudem hat man gewisse MISFITS-Punkeinflüsse im Blut, der Sänger singt auch mehr als das er schreit. Hat gefallen. Diese Herren bringen wenigstens mal ein bisschen frischen Wind die NYHC-Szene. Von BORN FROM PAIN hab ich kaum was gesehen, muss aber gestehen, dass die Benelux-Jungens richtig fett geworden sind, die ganze Bühne war voll mit Leuten, der Mob flippte, und der Sound war mehr als tight. Not my kind of music, aber live ziemlich nach vorne. Nun ja, dann sollte also die Stunde schlagen, in der BLOOD FOR BLOOD aus Boston nach vielen Jahren mal wieder - und das exklusiv für eine einzige Show - eine europäische Bühne beehrten. Und sie waren fett. Richtig fett. Rund 30 Minuten wurde Material von der ersten bis zur letzten Platte gespielt, meiner Meinung nach hätten sie zwar mehr Hits der "Livin' In Exile"-EP spielen sollen, aber das restlos volle Platte Zoal tobte auch zu allen anderen Tracks. Der Sound war dick, die Leute vor der Bühne sind mehr als nur abgegangen und die Band selber zeigte sich live on stage auch sehr engagiert. Nach 'ner halben Stunde war dann erstmal Schluss, doch nach etlichen "Blood For Blood"-Rufen kehrten die Jungs für gute 10 Minuten zurück. Ich bin froh sie nunmal gesehen zu haben, hoffe auf ein baldiges Wiedersehen, dann vielleicht mit einigen Songs im Gepäck, die uns diesmal vorenthalten wurden. By The Way: Das komplette Merch-Programm der Band war bereits am frühen Nachmittag restlos ausverkauft! (nico)