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THERAPY?
19.10.00, Krefeld - KuFa
Also, zu erst möchte ich mal die freundliche
Security loben. Die waren sehr nett und kannten auch die Wörter
"bitte" und "danke". Aber genug der Schleimerei. Schließlich
war eine DER Rockbands der Neunziger angesagt.
Doch erst mal betrat die heutige Vorgruppe "hOSH" (eastwest) aus
Deutschland (aha) die große Bühne der großen Kulturfabrik. Ja, DEFTONESmäßig,
würde ich sagen. Eine beliebige Band ohne Backround, die gerne bekannt werden
will. Major-Deal und noch völlig unbekannt. Schlägt so in diese
NewRock-Alternative-Ecke. Der Sänger hat uns nach jedem Lied immer einen
"Guten Abend" gewünscht, ohne dass dieser dadurch besser wurde. Bei
ihrer wohl am 06.11.2000 erscheinenden Single "Marie" wurden auch
artig alle Musiksender gegrüßt. Ein Legitimationsgrund, sich im Café zu
unterhalten, statt diesem Trauerspiel beizuwohnen.
So gegen 22.00 Uhr traten THERAPY? Endlich auf die Bühne und eröffneten die
achtzigminütige Show vor vielleicht 700 Gästen mit "Little Tongues
First" vom aktuellen (Studio)-Album. Als drittes der immer noch Knaller
"Screamager" und anschließend alles weitere von "Teethgrinder",
"Stories", "Diane", über "Nowhere" bis hin zu
"Die Laughing". Die drei betagten Herren in "Elvis", "Turbonegro"
und "(D)evil" T-Shirts präsentierten alles war sie an Hits haben.
Alles schön und hat Spaß gemacht.
Unschön hingegen eine Bande von vielleicht acht langhaarigen Mitdreissigern in
Black Sabbath-Shirts, bzw. mit unbedecktem Oberkörper, die mich nachhaltig
durch Prügelaktionen daran hinderten, der Musik bewegungstechnisch zu folgen.
Immerhin ist einer von denen so übelst auf die Fresse geflogen, dass seine
linke Beckenseite, ich sag mal, nur leicht offen war. Der Vorschlag seines
Kumpels, doch mal raus zu gehen, wurde mit geballten Fäusten abgelehnt. Und ab
zurück in den nächsten Rücken. Sauber. Ihr seid echt heftig, Ihr
linksrheinischen Bauern, Ihr.
Lässt man diese Leute aus, die auf diese Weise ihr Testosteron loswerden
wollen, war das ein mehr als cooler Auftritt der drei Nordiren. Mehr davon
bitte. Und das noch Jahre lang. Auch wenn sie nicht mehr so viele Alben
absetzen, sieht man, dass die einfach Bock haben... (markus m.)
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