SHELTER
25.08.00, Bonn - Klangstation

So gegen Sieben Uhr ging die kleine Weltreise in die alte Bundeshauptstadt mit dem alten Opel Corsa los. Auf der A3 im Bereich Köln-Ost haben zwei Fahrzeuge ein Bäuerchen gemacht und einen Stau verursacht, der uns dazu veranlasste die „About Time“ von Pennywise gleich in mehrfachem Durchlauf nahezu auswendig zu lernen.
Kaum am Unfall vorbei, war et dann als wenn nie was gewesen wäre und so huschten wir Richtung Bonn. Die ein oder andere Ausfahrt haben wir vor lauter Hektik zu früh genommen und mussten uns durch Bonn nach Bad Godesberg zwängen, wo das Konzert im hiesigen Bahnhof stattfinden sollte. 
Nichts ahnend hat die Stadt Bonn in so einem Tunnel gleich ZWEI Fotoapparate binnen einem Kilometer aufgestellt. Wir waren so zwanzig Kilometer zu schnell...mal sehen, wie das Foto geworden ist, das bald an dieser Stelle erscheinen wird...
Ja, angekommen, muss man den schönen Biergarten und die nette Kneipe loben, die Speisen und Getränke zu ganz normalen Preisen anboten. Lag wahrscheinlich am kleinen Koch, der ab und zu vielleicht auch mal Geld sieht...

Auf der Gästeliste standen wir nicht drauf, weil MAD das verpeilt hat. Nach ein paar rhetorischen Ausflügen beauftragte  der örtliche Veranstalter mit der Begründung „ich bin ja kein Spießer“ seinen netten, kleinen neben stehenden Japaner damit, uns Stempel auf die Hand zu drücken.
Von den beiden lokalen Vorgruppen haben wir nix mitbekommen.
So gegen elf Uhr machten sich dann endlich SHELTER auf der Bühne warm. Sänger Ray übte sich in rhythmischer Sportgymnastik und wollte wohl an den olympischen Spielen teilnehmen.
Dann folgte positiver, melodischer Hardcore und die 200 Leute im Pit und drumherum hatten Spass. Nette, lustige Ansagen über deren Südamerika-Tour, Früchte und Frauen auffer Stage rundeten dieses Auftritt wunderbar ab, so dass alle zufrieden nach Hause gehen konnten. Nur wir nicht. Wir wollten nämlich noch ein Interview mit Ray machen. Der hatte aber nichts besseres zu tun, als sich mit anderen zu unterhalten. So mussten wir erst mit dem Tourgitarristen vorlieb nehmen, zu dem uns aber so was von überhaupt keine Fragen einfielen. Nach ner Minute und nem kaputten Diktiergerät waret dann schon wieder vorbei. Ray merkte anschließend, dass das Teil defekt war und meinte: „No, guys, sorry.“ Na gut. Kann ja nicht immer klappen.
Für den Rückweg nach Düsseldorf entschieden wir uns für die Abkürzung über Rheinland-Pfalz. Das bemerkten wir aber erst, nachdem wir das Schild „Willkommen in Nordrhein-Westfalen“ passierten...(markus m.)