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PUNK-O-RAMA TOUR
15.10.00, Philadelphia (USA) - Trocadero
Hip-Hip-Hurra!
Philadelphia liegt im Staate Pennsylvania, etwa 200km unterhalb von New York City und hat zudem gute 1,6 Millionen Einwohner.
Am Fr., dem 13. sollte im ehrwürdigen Trocadero die altbekannte Punk-O-Rama Tournee Station machen. Diese Tour führt mehrmals im Jahr durch die gesamten Staaten und wird von Epitaph co-organisiert - es spielen also nur Epitaph-Acts diese Tournee.
Das Trocadero ist wohl ein ehemailges Theater, mit schönen Eporen und so, in so 'nem Dingen wollte ich schon immer mal 'ne Punkrockshow sehen. Dat kommt geil.
Die Location war auch ziemlich gross, um die 1.400 Leute gingen da bestimmt rein, nach anfänglichen Problemen wurde die Tanzfläche dann auch richtig voll.
Als erste Band fingen kurz vor Acht STRAIGHT FACED aus Kalifornien an, deren neue Scheibe zwei Tage vorher erschienen war. Das letzte Album besitze ich übrigens, so dass mir daher die meisten Songs des Sets bekannt waren. Der Sound war schlecht, die Jungs bemühten sich dennoch und auch zu dieser frühen Stunde konnte man bereits 15jährige beim Kickbox-Training beobachten.
Ok. Nach 'ner Umbaupause war die Zeit der PopPunk-Legenden ALL bereits gekommen, die nächsten 40 Minuten gehörten Bill, Steven & Co. Sänger Chad hat jetzt übrigens lange Haare und sieht damit sowas von scheisse aus. Man. Et gab ein Poutpurri der letzten zwei Alben plus ältere Sachen. 'She Broke My Dick'.
Dazu harter Pogo bei weichen, aber schnellen Punkrockklängen. Für den letzten Song kam DESCENDENTS-Milo auffe Bühne - 'I'm A Loser', so heisst die alte Nummer doch?
Hammer, alle gingen plötzlich ab wie Scheisse, sehr geil!!!
Als vorletzte Attraktion brachten AGNOSTIC FRONT New York HC der allerbesten Sorte - auf die Band hatte ich gewartet. Nachdem ich die alten Männer bereits im Juni zweimal live gesehen hatte, haben sie mich hier vielleicht noch mehr begeistert. 'Something's Gotta Give' war der Opener, gefolgt von Tracks wie 'Believe', 'My Life', 'Riot Riot Upstart' und 'Police State'.
Wieder mal wurden fast nur die letzten beiden Alben berücksichtigt, als älteres Schmankerl gab's zudem 'Victim In Pain'. Die Masse ging sehr deftig ab, in Amiland sind die Punk- & HC-Shows sowieso um einiges tougher, das war mir schon 'ne Woche zuvor bei REACH THE SKY & KILL YOUR IDOLS aufgefallen. Gerade bei AF glich der Pit vielmehr einem BoxStudio als 'ner Tanzfläche. Die meisten Besucher gucken sich daher auch kaum das Bühnengeschehen an, viel interessanter ist der Verlauf der Massenschlägerei. Hardcore fordert hartes Tanzen, sicher, Windmühlen und Kickbox-Einlagen sehen ja auch cool aus. Nur kam mir das ganze eher wie 'ne ToughGuy-Boxerei vor, kein Wunder, dass von den vielen Mädels keine im Pit zu sehen war. Schon alleine bei eher poppigen Bands wie ALL ging's harsch zu Sache - ich glaub die meisten Kids interessiert kaum noch, wer oben auffer Bühne steht. Hauptsache laut, schnell & in die Fresse. Dat ist dann genau wie bein den Song-Pausen-Stagedivern. Es fehlt das Feeling.
Dafür war das ganze Drumherum aber auch spannend zu betrachten, alleine bei 'Gotta Go' ging der Pogo schon zur Song-Ansage los. Geil. Zudem is' Philadelphia ja Eastcoast, man war also zusätzlich motiviert. 'Rockstar' ging an den inhaftierten Freddie Madball, 'Crucified' war für die Skins und mit 'Nobody's Heroes' hatten Roger & Co. noch 'ne neue Coverversion am Start.
Sehr schön. Zum Abschluss gab's dann noch VOODOO GLOW SKULLS, die mit 'Symbolic' mal wieder ein brandneues Ska-Punk-Album am Start hatten. Dieses Werk gefällt mir ganz gut, früher fand ich die SKULLS aber eigentlich nie besonders geil. Sind ok, mehr auch nicht. Die Halle war jetzt auch schon halb leer, den obligatorischen Pit gab's trotzdem und nachdem die Band ein Skateboard-Deck verschenkte, gab's darum dann auch 'ne nette Prügelei. Im Endefekt griffen die schwarzen Security-Männer ein und verteilten Platzverweise. VGS hatten nach weniger als 60 Minuten genug, ich auch, denn länger muss ich die Jungs nicht unbedingt sehen. Dat wird bald eintönig.
Nur gut, dass AGNOSTIC FRONT mal wieder allet weggeblasen haben, die restlichen Bands waren schönes Beiwerk. (nico)
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