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Pennywise 05.03.2000,
Frankfurt - Batschkapp
Dass viel los sein würde, wenn PENNYWISE wieder mal in Deutschland
sind, war klar.
Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass vorm Batschkapp ein Haufen Leute
rumstanden und vergeblich versuchten Karten für 60 Mark und mehr abzukaufen.
Was mich gewundert hat ist, dass soviele Leute das Batschkapp überhaupt gefunden
haben. Denn an dieser Stell möchte ich mich herzlich bei den Frankfurtern bedanken
für die tolle und einmalige Strassenführung und vor allem -beschilderung. Warum
überhaupt ein Schild hinstellen, wenn man eh weiss wo's langgeht?
Wie gesagt, das Batschkapp war total ausverkauft...
Den Anfang machten De Heideroosjes, die zwar nur einen kurzen Auftritt hatten, dafür
aber um so mehr abgingen und das Publikum mitzureissen verstanden . Vor allem ihr
Cover von den Spice Girls ( Wannabe) und ACDC' Thunderstruck kamen besonders gut an.
Kurz darauf betraten die Beatsteaks die Bühne, und man merkte dem Publikum an, dass
die Band fast schon sowas wie der Headliner für sie war. Zu den Beatsteaks lässt sich
sagen, dass ihr neues Album und ihre Show gegenüber zu früher melodiöser und offener
geworden sind, was sich aber auf keinen Fall zum negativen ausgewirkt hat.
Bei diesen zwei Bands, vor allem bei den Beatsteaks, hat mich die grosse Anzahl
vierzehnjähriger Kiddies in den ersten Reihen überrascht ( man könnte meinen das
Hauptpublikum der Beatsteaks wären 13 und 14jährige Mädels). Interessant war auch,
dass sich diese Publikumsschicht vor dem Headliner schnell nach hinten verzog.
Und dann kamen sie auch...Pennywise. Dass man auf Tradition und Freundschaft viel Wert
legt, bewies einmal mehr das Jason Thirsk-Banner, dass beim Betreten der Bühne
aufgehängt wurde. Zu Beginn noch ganz wichtig, dass Fletcher, das Gitarrenmonster,
nicht dabei sein konnte, da er sich von einer Flasche, die er auf seinen Schädel
übergezogen bekommen hatte, erholen musste. Statt seiner spielte der 98 MUTE-Gitarrist
Jason, der mich persönlich sehr überraschte, denn man konnte keinen Unterschied zum
Original hören. So legten Pennywise auch gleich los. Die Show bot einen gutgelungenen
Querschnitt durch alle fünf Alben. Alle drei Lieder sagte Sänger Jim was, ansonsten
wurde nur abgerockt. Dementsprechend ging's auch im Publikum zu, ein harter Kampf um
überhaupt auf den Beinen zu bleiben, obwohl zwei Bandroadies weigehend verhinderten,
dass man überhaupt auf die Bühne konnte und somit Stagediving nicht drin war...
Neben den 16 eigenen Songs spielte man auch ein Nirvana- und ein Black Flag-Cover
( Nervous Breakdown) sowie Stand By Me, das schon Tradition bei jedem Konzert ist.
Dafür holte man sich Verstärkung aus der Menge für die Vocals...
Den Abschluss bildete die genauso fest zum Programm zählende BRO HYMN, bei der das
Publikum und ausser Jim der Rest der Band nicht aufhören wollten...
Aber irgendwann war auch das vorbei, und man konnte sicher sein, einen durch und durch
gelungenen Abend hinter sich zu haben...
Ach ja, was mich auch gewundert hat ist, dass kaum jemand Jim vor dem Auftritt in der
Kneipe neben dem Batschkapp erkannt hatte... (Zolly)
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