NO REDEEMING SOCIAL VALUE
13.09.00, Bochum - Zwischenfall

Eigentlich sollten an diesem Abend auch noch VISION im Zwischenfall spielen, die allerdings schon vor längerer Zeit ihre Tour drastisch verkürzen mussten.
So blieb es dann bei NO REDEEMING SOCIAL VALUE und einer Band namens CROSSCUT aus dem Pott. Die Ruhrpotller boten ein Gemisch aus New Metal, Crossover und ein wenig Hardcore, dazu präsentierte man die neueste Skate-Mode-Kollektion. Die Mucke war aber nicht so aufregend wie das Dressing.
Nach guten 40 Minuten CROSSCUT gab's 20 Minuten Pause, in der man im Foyer das Soccergame HSV-JUVE bestaunen konnte. Dummerweise war zur Pause im Zwischenfall auch Werbepause bei RTL. Langweilig.
Mit Sturmmaske bewaffnet betrat wenig später Sänger Deane die sehr niedrige Bühne, zudem waren er und der Gitarrist in schwarze Anzüge gekleidet. Von den folgenden Songs erkannte ich eigentlich nur 'N.R.S.V. (SEZ F.U.)' und 'Banned In Italy' wieder, irgendwie spielten die Jungs nur diese zwei Songs aus der Tracklist ihrer aktuellen Scheibe 'THC'. Oder hab' ich gepennt?
Na ja, auf jeden Fall wurde insgesamt nicht allzuviel gespielt, denn nach guten 35 Minuten war die Show dann auch schon wieder zu Ende. Das lag zum Teil aber auch am spärlich erschienen Publiikum - knapp unter 50 Personen, die im zu großen Zwischenfall natürlich nicht viel anrichten konnten.
NRSV haben auf jeden Fall action-mässig einiges raus geholt, wobei zuletzt ihre Skinhead-Hymne aufgetischt wurde. Dazu schubste man einen angetrunkenen Fan, der gerne mitsingen wollte, etwas unsanft von der Bühne. Meine Herren, wo ist Ihr Benehmen?
Ich frag' mich übrigens in letzter Zeit häufig, ob die ein- oder andere HC/Punk-Show doch nicht lieber in deutlich kleineren Verhältnissen stattfinden sollte, da diverse Locations schlecht oder auch nur zur Hälfte gefüllt sind. Irgendwie sollten aber vielleicht auch mal Bands/Booking-Agenturen bei den Gagen einiges überdenken, denn 800 DM - Festgage im Falle von NRSV sind bei der schwachen Resonanz doch ziemlich massig. Na gut, in Bochum lief ein Prozente-Deal, da hat die Band bei 15 (!) DM Eintritt immerhin die hohen Benzin-Preise & das Geld für die Raststätten-Toilettenfrau wieder reinbekommen, haha.
Mal sehn, wie sich die Sachen in Zukunft entwickeln - gibt's dann etwa nur noch bei AGNOSTIC FRONT und den im Moment ziemlich trendigen Emo-Bands volle Clubs....oder wat wird gehn??  (nico)