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NO FUN AT ALL * LIBERATOR * BOMBSHELL ROCKS13.07.99 Essen - Zeche Carl
Es war mal wieder ein Schwedenpackage auf Tour, diesmal aber nicht im Rahmen der Suedepalooza-Veranstaltung, sondern unter Headlinerführung von NFAA. Knapp 600 - 700 Leute wollten sich diese Show, an einem verdammt heißen Tag, nicht entgehen lassen und strömten in die Zeche. BOMBSHELL ROCKS machten den Anfang und kamen mit ihrem Streetpunksound besser an, als bei der Märztournee mit 59TTP an gleicher Stelle. Das erste Album 'Street Art Gallery' wurde fast komplett gespielt, besonders 'Where We Gather', 'Microphone' und 'Madhouse' waren gefragte Songs. Die EP 'Underground Radio' wurde mit 2-3 Nummern gewürdigt, bevor 40 energiegeladene Minuten zu Ende gingen. Die Jungs wußten zu begeistern, wobei besonders Frontmann Märten durch endlose Action 'Punkrock pur' präsentierte.
Nach kurzer Umbaupause folgten Europas Skankster No.1, nämlich LIBERATOR aus Malmö.
Nun war Party angesagt, und der Mob tanzte und stagedivte, was das Zeug hielt. Der rundliche Sänger wußte nicht nur durch hervorragende Deutschkenntnisse zu überzeugen, sondern fand auch bei den Lovesongs wie 'Christina' oder 'Lorraine' die richtige Ausdrucksweise. LIBERATOR sind ohne Ende livetauglich, wie auch die Bläser und der Keyboarder zeigten. Von der Stimmung her waren sie ganz klar die Könige des Abends, an dem Essen mit 'Zugabe' und 'Liberator, Liberator'- Rufen mehr forderte und auch bekam.
NO FUN AT ALL mussten also ganz schön drauflegen, konten aber die LIBERATOR - Atmosphäre nicht mehr toppen. Die musikalische Darbietung war zwar der Höhepunkt der Dreiershow, doch leider konnten die Aktionen auf der Bühne nicht überschwenglich mitreißen. Die Skandinavier rockten mit klasse Nummern wie 'Believers', 'Master Celebrator, 'Catch Me Running Round' und 'Alcohol' fürs Ohr, doch der Stageactionradius des Shouters Ingemar blieb mal wieder relativ gering. Zu schneller, lauter Musik sollte man sich dementsprechend bewegen, und nicht hinter dem Mikroständer stramm stehen. BOMBSHELL ROCKS waren da anders...
Trotzdem coole Show einer sehr gut aufgelegten Band, die sich ironisch übers heiße Klima beschwerte und die Zeche als einer der 'Favourite Locations' bezeichnete.(nico)
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