NO FUN AT ALL
24.09.00, Essen - Zeche Carl

„Ingemar, Ingemar, Ingemar“ rief das Publikum. Und der gar nicht mal so Insider weiss, wer hier veralbert, beziehungsweise erwartet wird. Richtig: No Fun at All aus Schweder gaben sich mal wieder die Ehre.
Ich möchte gleich vorwegnehmen, dass ich mit den fünf Skandinaviern viel anfangen kann. Grade das neue Album höre ich sehr gerne. Somit war ich auch mehr oder weniger gespannt die betagten Herren um Sänger Ingemar wiederzusehen.
Nach einer kurzen Begrüßung wurde mit „Celestial Q&A“ der Anfang gemacht und ein Standard-Pit aus etwa 20 jungen Menschen tat sich auf. „Inge“ sprang wie in jungen Jahren zum Break in die Luft; doch sah es heute etwas, na, ungelenk aus. Dann wurden ein paar alte Dingers gespielt und selbiger schrie plötzlich so laut „go“ ins Mikro, dass es vor schreck runter fiel.
Folglich ging das ganze seinen Lauf, wie man es von No Fun at All gewohnt ist. Höhepunkte waren ein mit Stagediver, der voll auf die Fresse geflogen ist, eine Bemerkung des Sängers, dass er selbst zu alt dazu sei und ein Asi, der dem Ingemar auf der Bühne das Bier weggetrunken hat. Sauber. Und ständig diese „Ingemar“-Rufe...Ja.
Alle wichtigen Songs wurden gespielt. Anschließend eine fünf-Song-Zugabe und das bekannte GangGreen-Cover „Alkohol“, wo plötzlich und unerwartet Bühnenshow vorhanden war. Selbst der Gitarrist und der Bassist konnten sich doch noch bewegen. Nach satten 90 Minuten war nicht nur dieses Konzert vorbei sondern auch die Tour und die Band durfte sich auf den verdienten Heimweg machen. Schön, nett und gut. (markus m.)