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HARD POP DAYS
02.09.00, Mannheim - Maimarktgelände
Mannheim. Universitätsstadt Mannheim.
Zum Glück kenne ich da auch ne Studi-Assel, der da schon seit einer Woche
studiert und ne eigene Wohnung hat. Hygienische Grundsätze konnten also
eingehalten werden.
Freitag Abend noch schön inner Uni-Kneipe gewesen und Altbier vom Fass
getrunken.
Samstag langsam aufgestanden und inne Stadt geschlendert. Die haben da Quadrate!
Die Polizei zum Beispiel trinkt ihr Bier in Quadrat M4. Aber dazu später. Sehr
merkwürdig alles da in Baden-Württemberg,
Das Maimarktgelände (Venue) liegt außerhalb von Mannheim. Da ist so ein
Marktplatz und eine Markthalle wie in Limburg oder so. Ich weiss nicht, was ich
damit sagen will. Aber danke fürs lesen.
Gegen 12.30 Uhr betraten wir eine gut gefüllte Markthalle in die schließlich
geschätzte 14.000 BesucherInnen an den Start gehen konnten.
Für uns waren die ersten eine deutsche Band, die wohl genauso sein will, wie
Oasis. Komische Rasselbande. Hab jedenfalls den Namen nicht verstanden. In
"Handlungs- und Sozialkompetenz" hab ich gelernt, dass Modelllernen
(mit drei l) eigentlich nur Nachteile hat ( man kopiert falsches, ist nicht mehr
sich selbst). Nicht der Rede wert.
Schnell auf den Boden gesetzt, hörten wir keine fünf Minuten später etwa
folgende Geräusche aus den Boxen:
uuhuhuhuhuuhuuhuhuuhuhhhuu, aaaababababababababababrehsg,
gugugugugugugugugugugugugug...und so weiter. Der Kennen weiss: Hier handelt es
sich um die DONOTS, die den Sound checkten. Während es Konzerts fiel mir dann
auf, dass ich selbige in einem Jahr nun häufiger gesehen habe, als die TOTEN
HOSEN in sieben! Entsprechend begeistert war ich auch die Vogels aus Ibbenbüren
bei Münster in der Nähe von Osnabrück mal wieder zu sehen. Die haben ein paar
neue Sachen gespielt, die alle ganz in Ordnung gehen, ich aber schon kannte. ha!
"What ever happened to the 80ies" hat das Zeug, ein Semi-Hit zu
werden. Auch die Bühnenshow vom knolligen Ingo hat sich verbessert. Mal
abgesehen von den komischen Geräuschen am Anfang.
Anschließend betraten "A" die riesige Bühne. Ja was soll ich sagen.
Die ersten zwei Songs haben ordentliches Tempo. Dann: gäääähhhn. Zum Schluß
gab es wieder diesen OldSchoolHardCore-sth. Song, der alles kann und in "Jump"
von VAN HALEN endet. War ganz okay.
Nun wurde es Zeit für ein bisschen Punkrock. MILLENCOLIN gingen an den Start.
Erwartungsgemäß, wurden die neuen Sachen gespielt, die mit den alten nix mehr
zu tun haben. Das war schon im Mai in Köln so. Da haben die aber doppelt so
lange gespielt. Somit fiel beim gekürzten Set gerade dieser Überhang neuerem
Materials auf. "Leona" hab ich vermisst. Ansonsten war das wieder
cool. Viele Leute kannten die gar nicht, bzw. nur den Nordpolsong. Ich hab mich
so richtig in die Pogozone getraut, würde jetzt ein ÄRZTE-Fan sagen. Bestimmt.
Jedenfalls standen fünf von denen im selben T-Shirt neben mir. Vier davon haben
versucht, den fünften über die Crowd surfen zu lassen. Der hat sich aber doch
nicht getraut. Also haben die den wieder runtergeholt. War schön anzusehen.
Danach ging einiges. Derbe Styles wurden von den HipHop-Kings FÜNF STERNE
DELUXE performed. "Was siehssu?" wurde gefragt und mit "fünf
Sterne" geantwortet. Ich hab die zum erstenmal live gesehen, weil HipHop
nicht so mein Fall ist. Die neuen Teile gingen voll steil. "Champagneros"
und "Die Leude" vom neuen "NeoNow"-Album, sowie türlich
"Türlich Türlich", "Dein Herz schlägt schneller" und zum
Schluss das "JaJa Deine Mudder". Hat voll Spass gemacht, weil die Vier
Fünfer einfach cool und derbe sind.
Danach schlichen die PopPunkPapas BAD RELIGION die Bühne. Jene habe ich vier
Tage zuvor im Düsseldorfer Stahlwerk gesehen. "Don´t sell me Short",
der Beste Song, des schlechtesten Albums sollte wieder der Opener sein. Danach
nahm die Show ihren Lauf, die Songs aus den 80ern sind aber immer noch die
besten (siehe Review BR Stahlwerk). Möchte das nicht noch mal wiederholen.
Dann wurde es so richtig voll. Die BLOODHOUND GANG präsentierte ihre
extravagante Bühnenshow. Einer sollte fünf Pfund "real Mänhaim Sourkraut"
essen, was er nicht schaffte. Andere sollten nackig auf die Bühne, Jimmy Pop küssen,
oder zum anderen Ende der Halle surfen. Alles war sehr schön, sehr witzig und
sehr asig. Die haben quasi ein richtiges Entertainment-Programm entworfen.
Dann wurde es Zeit, ruhigere Töne anzuschlagen. DIE FANTASTISCHEN VIER plus
BigBand spielten auf. Das Programm war nicht spektakulär, aber auch nicht
langweilig. Das Publikum kannte jeden einzelnen Song und es wurde ordentlich gehüpft.
Sämtliche Hits vom "Picknicker" bis "Mit freundlichen Grüßen"
(ich will hier immer die Kurzform eingeben, aber der Rechner denkt mit und
schreibt Mit freundlichen Grüßen). Was soll ich dazu noch schreiben. Die waren
wie eh und je gut.
DIE ÄRZTE spielten den Headliner und lösten diese Aufgabe mit Bravour. Ich
stand denen nie so recht positiv gegenüber. Aber ich bin ja flexibel und sie
konnten mich überzeugen. Grade mit deren infantilen Humor hatte ich Probleme.
Die Ansagen waren heute aber wirklich witzig: "Seit ihr bereit für eine
richtige Punkrock-Show?" Die Fans kreischten: "Jaaaaaaaaaaaaaaaa".
Farin meinte nur: "Und warum guggt ihr euch dann die Ärzte an?" Jener
und Rod kurvten mit zwei kleinen Mopeds um Bela rum und der meinte dann:
"Tja, als richtige HeavyMetal Band haben wir unsere Bikes immer
dabei." Bei "Blumen" wurden wir aufgeklärt, dass Fleisch essen
Mord ist, man aber mal n Würstchen, oder ne Bulette essen darf. Danke. Aber
ich, als Straight Edger...ne quatsch, bin ich ja gar nicht. Bela fragt, ob hier
auch jemand älter ist, als 13 und ob die in den hinteren Reihen die Eltern von
denen "hier vorne sind". Ich hab teilweise total gelacht.
Ging alles schon in Ordnung und hat Spass gemacht.
Nach der Show sind wir in einen Irish-Pub gegangen. Auf dem Weg lag o.g.
Polizeiwache: Ein Mannschaftswagen fuhr vor, ein "Kollege" stürzt
aus dem Gebäude, rennt zum Mannschaftswagen und öffnet die Hintertür. Wir
fragten uns was denn nun abgeht. Die Aufklärung folgte auf den Punkt: Mehrere
Paletten Dosenbier wurden rangekarrt! Na wenn das nicht mal ein Klischee ist...(markus
m.)
Dank an Julia & Kerstin von Motor ! (nico)
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