GREEN DAY & BOUNCING SOULS
05.12.00, Köln - Palladium

Knapp zwei Jahre nach ihrem letzten Auftritt gaben sich GREEN DAY wieder mal die Ehre in Köln aufzutreten. Das neue Album geht konsequent in eine andere Richtung und so durfte man gespannt sein, was sie live draus machen werden.
Doch erst mal hatten die BOUNCING SOULS aus NYC das Vergnügen, zur völlig christlichen Zeit von 19.45 Uhr anzufangen. Die kamen bei den vielleicht 2500 Leuten sehr gut an. Schön melodisch, schön zum mitgrölen, schön zum Bierchen. Entsetzen, Verzweifelung und Kopfschütteln machte sich jedoch am Merch-Stand breit. Ein lecker bedrucktes GREEN DAY Shirt gab es schon für völlig unchristliche 55 DM. Dafür aber inklusive Mehrwertsteuer und Bedienung. Die SOULS mussten da nachziehen. Ein Hintertürchen haben diese aber offen gelassen. Worker-Hemden, auf die uns Ali "MC Catfucker" Herold brachte, kosteten nur 20DM. Wir vier anwesenden haben uns kurzerhand entschlossen den Merchandiser um 80 DM reicher zu machen und einfach mal gleich  auszusehen.
Von 20.45 Uhr bis sage und schreibe 22.15 Uhr waren GREEN DAY dran und die Masse fing an zu flippen. Hüpfpogo. Alle Hits wurden gespielt, gewohnte Kost. Für die neuen, meist unplugged Songs, kam von links immer ein zweiter Gitarrist mit einer Akkustikklampfe um die Ecke. Bei "King for a Day" durfte auch ein Trompeter mal ran. Die Standard-Aktion, dass einer aus dem Publikum Gitarre spielen kann (was der übelst gut gemacht hat) war genauso spontan, wie als dass darauf "Basket Case" folgte. Ich muss GREEN DAY wirklich unterstellen, dass sie Bock gehabt haben. Die langen, albernen Ansagen und das gehampel auf der Bühne zeigt, dass sie doch nicht ganz so erwachsen geworden sind, wie sie neuerdings klingen.
(markus m.)