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FLYING HIGH TOUR 09.05.00,
Wiesbaden - Schlachthof
Mit 1000 Gästen hatte die Flying High Tour in Wiesbaden ihren besten Tag, auch deshalb weil die Location gut gewählt war. Ausverkauftes Haus bedeutete schon am Anfang gute Laune. Ein kleiner Nachteil waren die gross angekündigten Skate-Rampen, die da kaum welche waren. Viel war da nicht los, es standen nur zwei mittlere Rampen in der Gegend rum. Grösstes Highlight waren die Runden des Alternative Allstars-Sängers...
Den Anfang machte eine lokale Emo-Band, deren Name untergegangen ist, und von der die übrigen acts gar nicht wussten, dass sie da ist.
Das war der Vorteil für AFI, die dadurch zum ersten Mal auf der Tour nicht die undankbare Rolle des Openers inne hatten. Bei ihrem Auftritt waren schon einige Hundert Leute drin. Die Californier hatte zwar nur 20 Minuten Zeit, aber sie haben bewiesen, wieso sie daheim eine so grosse Nummer sind. Die Band ist auf der Bühne Energie pur und schaffte es schnell, die Menge mitzureissen.
Als nächste waren die Alternative Allstars dran, bei denen es dann einen Schritt ruhiger wurde. Musikalisch jedenfalls, denn sowohl die Band als auch die Zuschauer, von denen jetzt mehr da waren, gingen gut ab, mehr als man am Anfang erwartet hätte.
Nummer vier des Abends waren die Schweden No Fun At All. Wer das neue Album kennt weiss, dass man einen Schritt langsamer geschaltet hat. So auch beim Konzert geschehen. Zwar waren noch schnelle alte Nummern dabei, aber es war anzusehen, dass das Tempo doch deutlich gedrosselt wird. Ob das wirklich nur an dem Saufgelage mit Molotov in der Nacht zuvor gelegen hat, oder ob man doch alt geworden ist, bleibt dem einzelnen überlassen.
Molotov waren dann auch als nächste dran. Auf der Bühne konnte man bei ihnen nichts von der Nacht davor merken, aber Molotov haben auch den Vorteil, dass ihre Musik doch von Natur aus etwas langsamer als die ihrer Partykollegen ist. Dennoch ging das Publikum erstaunlich gut bei den Mexikanern ab. Die Songs klingen zwar fast alle gleich, aber dennoch konnte man überzeugen. Ich frag mich nur ob all die Kids wussten was sie da zehn Minuten lang schrien... "Puto, Puto,Puto..."
Zu Molotov bleibt nur noch eins zu sagen, entweder man kann spanisch, oder ein Gespräch macht keinen Sinn...
Und nun hiess es Bühne frei für den Headliner. Sick Of It All beweisen immer wieder wieviel Energie man auf der Bühne haben kann. Die alten Herren des New York HardCore schaffen es auch Nicht-Hardcoreler zu überzeugen und begeistern. Hit an Hit wurden auf die Masse losgelassen.
Im Gegensatz zu anderen nicht mehr so jungen Bands liessen sich SOIA nichts anmerken, sondern kickten eine Stunde lang Arsch, bis die ganze Halle schweissgebadet im wahrsten Sinne fertig war...
Alles hat ein Ende, so auch dieser Abend. Aber er war auf jeden Fall lohnenswert...
(zolly) | |
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