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BAD RELIGION
29.08.00, Düsseldorf - Stahlwerk
Es ist Hosen-freie-Zeit. Nicht weil mehr oder
weniger Sommer ist, sondern
weil uns Campino sich nen Kreuzbandriss zugezogen hat. Was macht der
oberflächliche Hosen-Fan dann?
Richtig: Er besucht ein anderes Konzert einer Band, die er mal als Support
gesehen hat. Schön.

Als erste Supportband am heutigen Abend war ne Band aus Süddeutschland da,
die wir aber nicht gesehen haben. Dann kamen die Alternative Allstars, die
ich jetzt zum vierten Mal gesehen habe. Ist immer schön, wie Claus Grabke es
schafft das Publikum zu begeistern. Egal ob vor Sick of it All, bei Rock am
Ring oder eben vor Bad Religion.
So gegen viertel vor Zehn betraten dann Bad Religion die Bühne. "Don´t
sell
me Short" vom neuen Album sollte der Opener gewesen sein, und die Leute
gingen gut ab. Als drittes wurde der PunkRockSong gespielt und ich habe mich
mit den anderen Besuchern gefreut, dass sie ein Lied erkannt haben. Konnte
ich den euphorischen Geschreie entnehmen. Jam, bei Raise your Voice wollten
dann viele Campino sehen. Gitarrist Jay Bentley meinte aber richtigerweise,
"I told him not to come". Nach dem Song wurden dann vermehrt die alten
Sachen aus den 80ern gespielt. Und da wurde das Konzert dann für mich so
richtig geil. Weil an die Songs komen die neueren Sachen nicht mehr ran. Das
Stahlwerk glich fortan einer Sauna und nach einer dreiviertelstunde war ich
durchgeschwitzt.
Nach knapp neunzig Minuten wurde als Zugabe "Generator" mit der
Ansage,
"sorry, we don´t know anymore Songs" gespielt.
Greg Graffin hat sich ins Fäustchen gelacht und die Fans es nicht
verstanden. Deshalb hab ich gelacht. Aber das nur am Rande. Das Konzert war
so, wie ich es mir vorgestellt hat und konnte mich vollends befriedigen. War
ne runde Sache.
Anbei soll ich noch den Nico (Führer 4p) zitieren: "Wenn dieses Publikum
etwas mit Punk zu tun hat, will ich mit mit Punk nix tun haben." Spass muss
sein. (markus m.)




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