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Bloodhoundgang + A + Goldfinger 10.02.00 Düsseldorf, Philipshalle
Die momentan hipste Band bei allen Kids unter 17 hatte zur Liveshow gerufen und gut 7000 Jünger folgten. Nach der RATM-Show also die zweite ausverkaufte Philipshalle innerhalb einer Woche, größtenteils bestand das Publikum, wie aber leider zu erwarten war, aus Kids, Spacken und Prolls. Na ja, die erste Vorgruppe des Abends hatte schon vor dem offiziellen Beginn angefangen, den SCHÖNHEITSFEHLER verpassten wir also. Danach kam dann schon der erste Höhepunkt des Abends, nämlich GOLDFINGER aus dem sonnigen Kalifornien. Doch so toll wie erwartet war die Vorstellung der Jungs dann doch nicht, einige ganz neue Nummern und ein paar Coverversionen (etwa von BRITNEY SPEARS), die bei diesem Publikum doch leicht anbiedernd wirkten, sorgten dafür, dass die halbe Stunde als durchschnittlich gewertet werden kann. Die nachfolgenden A aus England hatten da schon einen wesentlich besseren Stand, der Mob kannte die Singles und amüsierte sich prächtig. Die halbwegs ordentliche Bühnenschow mit der Darbietung von Tracks wie 'I Love Lake Tahoe', 'Old Folks' oder 'Monkey Kong' war definitiv schön anzusehen. Diese Snowboard-Freaks sollte man sich auf jeden Fall im April bei ihrer Clubtour mit den ALTERNATIVE ALLSTARS anschauen.
Eigentlich hatte ich ja nicht allzuviel von der BLOODHOUNDGANG erwartet, stellte sich doch im vergangenen Jahr heraus, dass nach dem ersten grandiosen Auftritt in Essen, stets eine stark ähnelnde Vorstellung geboten wurde. Doch im neuen Jahrtausend hat sich schon etwas geändert, auch wenn die elementaren Dinge wie Mädels auf die Bühne, Kotzen (3 min. Kotz-Battle) und Würstchen ins Maul stecken auch wieder dabei waren. Aber besonders das nette Bühnenbild und die bunte Lightshow führten dazu, dass jene 100 Minuten als 'Anwesenheit bei einem guten Konzert' verbucht werden konnten.
Letzte Woche hatte ich mich ja schon bei RATM über die Shirtpreise aufgeregt, die dann aber von der BLOODHOUNDGANG nochmal locker getoppt wurden. Die selben Shirts, welche auf der letzten Flying High-Tour für 25 Eier verscherbelt wurden, gingen nun für satte 45 Märker an dumme Kinder. Na ja, wenn die Leute es zahlen...vielleicht zockt man bei diesem Publikum ja genau die Richtigen ab. Dass A und GOLDFINGER da nachziehen mussten, war klar, sonst hätte der Support ja womöglich mehr Shirts als der Headliner abgesetzt.
Das Fazit lautet trotzdem: Die Kasper-Amis sind live in jedem Falle amüsant, da kann man sagen, was man will. (nico)
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