BAD RELIGION
16.04.00, Stuttgart - LKA

Als bekannt wurde, dass die PunkRock-Legenden BAD RELIGION in diesen Tagen vier Shows in deutschen Landen spielen würden, war klar, dass diese Konzerte sehr gut besucht sein würden. Kaum verwunderlich dann das ausverkaufte Longhorn beim Date in Stuttgart am 16.04.'00. Diesmal
befanden sich die nun im zwanzigsten Jahr aktiven Kalifornier auf Release Tour für ihr neues Album, das mittlerweilen Zwölfte, befinden.
Selbiges wird am 8. Mai erscheinen und auf den vielversprechenden Namen "The New America" hören. 
Als Support traten UNDECLINABLE AMBUSCADE auf, eine junge Epitaph-Band im Stile Bad Religion/ Pennywise. Die fünf Jungs schafften es gut die noch nicht ganz anwesenden 1.500 zu unterhalten, wobei man aber merkte auf wen das Publikum wartete. Die Band hat sich aber auf jeden Fall einen Sympatie-Bonus erarbeitet, letztendlich auch wegen des Sängers und Songansagen wie "Die nächste Nummer ist ein neuer Song - obwohl, für euch sind ja alle Songs neu... ".
Doch bald darauf wurde das allgemeine Warten beendet, als der eigentliche Akt die Bühne betrat. Für wenige Sekunden ging wohl so manchem durch den Kopf "die sind ja alt geworden", aber schon beim Opener, einem der neuen Songs, wurde jedem klar, dass Alter zwar ein Zustand aber keine Einstellung sein muss. Mehr Energie in eine PunkRock-Show zu bringen wäre kaum möglich gewesen, vor allem Gitarrist Greg Hetson durch unermüdliches Herumspringen und -rennen. Die "Jungs" zeigten eine deutlich Mischung aus grosser Spielfreude, jahrelanger Erfahrung und der Tatsache, dass man nun seit einiger Zeit zur Institution im Business geworden ist...


Major Greg G. und Mannen spielten neben Klassikern wie "American Jesus", das sehr gut zum Namen und dem ideologischen Konzept der neuen Scheibe passt, "Stranger Than Fiction", "Generator", "21st Century D.B." und "Punk Rock Song" auch einige Songs der neuen CD . Diese wecken grosse Hoffnung nach der letzten enttäuschenden Platte. Besonders cool waren die nun 19 Jahre alten Songs "Olny Gonna Die" und "Fuck Armageddon".
Ein durch und durch gelungener Abend sowohl für die Band als auch für das zufriedene Publikum...(zolly)