AGNOSTIC FRONT20.11.1999, Bochum - ZechDie Hardcore - Helden aus New York City kamen mal wieder, mit Unity-Tour im Gepäck, nach Deutschland, um das neueste Album 'Riot Riot Upstart' zu präsentieren. Die Zeche war allerbestens gefüllt, wobei es vielleicht 1000 Leute nach Bochum verschlagen hatte. Der Opener NO INNOCENT VICTIM spielte allerdings vor fast leerer Halle und konnte wegen schlechtem Sound keinen besonders prägenden Eindruck hinterlassen. Ganz im Gegensatz zu den L.A.-Punkern U.S. BOMBS, deren Sänger Duane Peters den Punkrock-Asi-Style von vorne bis hinten beherrscht. Das fängt bei der Kleidung an und hört bei der Bühnenshow auf. War wirklich schön anzusehen, wie Mr. Peters besoffen auf der Bühne rumtorkelte, einen Salto (oder sowas ähnliches) probierte und sich, trotz genügend Freibier auf dem Drumpodest, immer wieder gerne einen Becher aus dem Publikum reichen ließ. Den Mann muß man gesehen haben. Die '77- Mucke gab's in Form vom neuen Album 'The World', das fast ausschließlich gespielt wurde. Die HC-Leute und Skinheads konnten mit den Bomben weniger anfangen, dafür hat's den Punkrockern doch einigen Spaß bereitet. Zu recht früher Stunde für so einen Konzertabend, dröhnte endlich Hardcore der Alten Schule aus den Boxen, nach einem Dschungel-Intro und Sirenen-Geheule ging's mit 'Police State' direkt voll auf die Fresse. 'Rock Star', 'Riot Riot Upstart', 'My Life' usw. waren nur einige neue Sachen, die neben den Tracks der 'Something's Gotta Give'-LP den Haupteil der Setlist ausmachten. Roger brachte die gewohnt aggressive und kraftvolle Bühnenshow, neuerdings spielt er bei den punkrockigen Songs sogar Gitarre, was allerdings Actionverlust bedeutet. Dann doch lieber ein wenig Bewegung miteinbringen, wie bei 'The Blame' oder 'Believe'. Die Art der Bewegung wurde bei einigen Teilen des Publikums falsch definiert. Der Pit war, auch für 'ne Hardcoreshow, sehr aggressiv. Die beiden Nummern, die die größten Reaktionen des Mobs hervorriefen, waren Überhit 'Gotta Go' und die Abschluß-Hymne 'Crucified'. Bleibt noch zu sagen, dass AGNOSTIC FRONT, wie erwartet, knapp 60 Minuten cool gerockt haben. Obwohl ich sie letztes Jahr in Essen besser fand... (nico) |
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