Force Attack Festival
27.07. - 29.07.01, Behnkenhagen
Endlich mal ein Festival, das man ganz relaxt angehen konnte, da nur wenige Acts auch wirklich von der Bühnenfront aus verfolgt werden mussten. Die Bands standen an diesem Weekend nämlich nicht wirklich im Vordergrund. Die letzten Jahre hatte ich vom Force Attack immer den Eindruck, dass der dortige Publikums-Assel-Faktor sehr hoch sein würde. Bei meinem ersten Besuch durfte ich feststellen, dass sich dieser Faktor für ein derartiges Programm an Deutschpunk-Acts doch noch im erträglichen Maß hält. Viele Punks, die einen schmuddelig, die anderen weniger, etliche Skins und sonstiges Gesocks. Das alles nach der schönen Fahrt in einem Twingo, der von aussem wirklich klein aussieht, aber innen gut Platz geboten hatte. Inkl. Dachöffnung, mad props to Ronnie. Irgendwann waren wir da, haben die Zelte aufgebaut und die Location näher betrachtet. Schön war's, ausserdem war die Organisation locker, keine Spur von Möchtegern-Rockstar-Festival, hier ist alles noch 'ne Nummer smarter. Die erste interessante Band waren dann die GENERATORS aus Los Angeles, zum dritten Mal innerhalb einer Woche. Der Gig war ok, obwohl sie bei dem Publikum nicht übermässig gut ankamen. Im Gegensatz zu DRITTE WAHL, die an diesem Abend als Headliner loslegten und ziemlich viele Menschen zum Tanzen animierten konnten. "Dummheit kann man nicht verbieten" und viele andere Smasher des neuen Albums, dat kann was! Abends konnte man dann noch Backstage im Zelt trinken, oder auffer Wiese zu der Ska-Bude gehn', da haben die zwar drei Tage hintereinander den selben Shit gespielt, dieser konnte aber was.
So, am nächsten Mittach sind wir dann anne Ostsee gefahren, geiler Strand und geiles, weil warmes, Wasser. In den neuen Bundesländern ist übrigens fast überall FKK, neben etlichen Personen mit Badesachen sieht man also auch jede Menge nackter Omas. Allet zusammen. Dieser Nachmittag war sehr sehr lustig, den wir sind Studenten für Baum- und Buschwesen. Hahahaha!
Nachmittags wieder den Hals anne Bierpulle, obwohl zumindest bei mir nicht höchstes Niveau erreicht wurde. THE BONES aus Schweden waren wie üblich, relativ gut eben. CHURCH OF CONFIDENCE waren einer DER musikalischen Gründe, das diesjährige Force Attack zu besuchen, die Berliner legten auffer kleinen Bühne dann auch 'ne gute Show hin. Man darf auf die neue Platte gespannt sein, deren Songs können wat, gerade weil das Tempo noch mehr runtergeschraubt wurde. Schön und stilecht.
Auffer Hauptbühne durften dann LOKALMATADORE vor NAPALM DEATH den Abend beenden, die Mülheimer sorgten für bierselige Stimmung und kommen auch im Osten gut an! "Pillemann, Fotze. Arsch!".
Bandtechnisch war das FORCE ATTACK bis dahin für mich gelaufen, den Sonntag haben wir nochmals am Strand verbracht, dat Gelände han ich nur mal kurz zum Einkauf betreten. Dabei ist neben der EVIL CONDUCT CD auch ein Haufen an Buttons rausgesprungen. Sehr lustiges Weekend, nächstes Jahr bitte nochmal, ganz egal, wer aufspielt. (nico)