Death Threat & Born From Pain & Drift
09.08.02, Mönchengladbach - JZ Westend
Die Bottroper Jungs von EOD machten den Anfang und hatten leider trotz längerem Soundcheck mit ziemlichen Soundproblemen zu kämpfen. Anders als, unter aller Sau konnte man diesen Soundbrei nicht bezeichnen. Die Band, insbesondere Sänger Kevin regten sich verständlicher Weise über das Desaster auf. Trotzdem gaben die Jungs ihr Bestes. Kevin sorgte wie immer gekonnt für Bewegung auf, bzw. vor der Bühne. Gegen Ende des Sets gabs dann noch ein brandneues Hatebreed cover, bei dem erstmals auch im Publikum, trotz defektem Mirko mehr Stimmung aufkam. Anschließend folgten Drift, die glücklicherweise schon mit weniger Soundproblemen zu kämpfen hatten. Da die angesagten Mosher aus Viersen ihren vorletzten Gig spielten, wurde ihnen mit heftigen Tanzeinlagen auch gebührend Tribut gezollt. Beim heftigen Abgehen im Pit, brach dann in der Mitte des Sets noch eine Boxerei aus, bei der einige Leute wohl ordentlich was vors Fressbrett bekamen. Als die Sache nach einigen Minuten „geklärt“ war, rauften sich Drift noch mal zusammen und geben ihr Bestes, um einen guten Abschluß ihres Sets hinzulegen. Weiter ging es dann mit den Holländern von Born From Pain, die mich diesmal wesentlich mehr überzeugten, als auf der American Nightmare Show in Arnheim, vor einer Woche. Auch bei Ihnen bewegten sich die Leute im Pit ähnlich intensiv wie bei Drift. Aufgrund tatkräftiger Untestützung des Full Court Press Shouter, wurde auch die Show von BFP ein voller Erfolg. Der Hauptact des Abends bestand dann natürlich aus Death Threat, die extra für zwei Exklusivshows aus den Staaten eingeflogen wurden und zur Zeit sehr gehypt werden. Sänger Aaron, der an diesem Abend mit mittellanger Lockenpracht überraschte, legte ohne viele Worte zu verlieren mit dem Opener und Titelstück der aktuellen Platte, „for god and government“ los. Die Publikumsreaktionen waren, wie hätte es anders sein können, von der ersten Sekunde an sehr heftig. Es wurde ähnlich intensiv, wenn nicht sogar brachialer gemosht, gedived und geslammt, wie auf der American Nigtmare Show vor einer Woche. Doch DT spielten natürlich nicht nur Songs vom aktuellen Album, sondern auch Stücke der „Peace and Security“ und der Mini-Cd „Last Days“. Nicht zuletzt aufgrund des Operation Ivy Covers, „bombshell“, legten die Amis eine ziemlich coole Show hin, doch zwischen den Stücken verhielten sich die Jungs selbst sehr ruhig und zurückhalten. Wenn überhaupt, war dies der einzige Minuspunkt des Sets. Für mich waren DT jedenfalls die Gewinner des Abends. Fazit: Jede Band legte einen absolut gelungen Auftritt hin. Im Pit war fast durchgehend die Hölle los und aufgrund der Tatsache, dass Matthias von Settle the Score die Leute gleich reihenweise zu Fall brachte, wurde dieser Abend noch zum absoluten Augenschmaus. – Was will man mehr???? (christian)