Dayglo Abortions & Hammerhead
01.05.02, Mülheim - AZ
Oh, der 1.Mai. Tag der Arbeit. Naja, in Mülheim sollten HAMMERHEAD und DAYGLO ABORTIONS aufspielen. Darauf hatte ich Bock und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. HAMMERHEAD eröffneten gegen 22.00h den Abend, selten hab ich so ein lustiges Set der Neuwied-Connection gesehen, Sänger Tobias hat sehr viel erzählt, darunter auch wirklich amüsante Sachen wie "Scheiss egal, ob DVU oder PDS, eh alles der gleiche Rotz". Sowas dürfen sich auch nur HAMMERHEAD erlauben, bei anderen Bands hätten die P.C.-Alarmglocken ganz schnell geklingelt. Der Song "FireFighters" hat mir übrigens wirklich gut gefallen, endlich mal schöne Melodien in 'nem HAMMERHEAD-Lied. Danach gab's dann noch "Köter", obwohl das Publikum an diesem Abend nicht so schlimm war wie erwartet, wenn man die gewöhnlichen AZ-Verhältnisse betrachtet. Von den DAYGLO ABORTIONS hatte ich schon einiges gehört, nur nicht die Musik, viele Leute schwärmten aber bereits im Vorfeld von der kanadischen Hardcore-Legende (neben D.O.A.), und dies sollte sich im Laufe des Abends durchaus bestätigen. Der Sound war ausnahmsweise mal wirklich gut, und die aus den 80ern stammende Band fit ohne Ende. Schnelle, melodiöse Songs mit gutem Aggro-Punch im Hintern, ein jüngerer Sänger, der eine wirklich coole Bühnenshow bot, was will man mehr? Ich war sehr positiv überrascht, aber Hits wie "Arrgghh Fuck Kill" oder die netten Tracks über amerikanische Nachbarn können einiges. Trotz Minimal-Werbung im Vorfeld der Veranstaltung fanden sich an einem Mittwochabend rund 150 Leute ein, viele feierten die alten Helden zu Recht ab. Ich hätt mir die Kollegen gerne nochmal in Köln oder Wermelskirchen gezogen, was aber an zeittechnischen Gründen scheitern sollte. Da kann man nur hoffen, dass es auch im nächsten Jahr noch mal heisst "DAYGLO ABORTIONS In Your Town!". (nico)