Boysetsfire & Death By Stereo
24.11.02, Köln - Prime Club

Schon weit im Vorfeld war das Konzert ausverkauft, so dass die Verlegung in den kleinen Prime Club sicher bei vielen auf Unmut gestoßen ist. Aber auch bei den Anwesenden, zumindest bei zweien, war diese Entscheidung aufgrund der Clubstruktur sehr umstritten. Durch die tiefe Bühne, die kleine Tanzfläche und dem großen Bereich dahinter, der auf Höhe der Bühne liegt, konnte ich nur unter größten Anstrengungen etwas sehen. Den Anfang machte eine Band, die wir getrost im Vorraum wartend spielen ließen. Als zweites durften dann DEATH BY STEREO mit ihrem großartigen 2001er Album ran, das ich übrigens seinerzeit noch über Starkult erhielt. Danke. Joa, und davon wurde fast die Hälfte von gespielt. Dazu noch ein paar Songs vom ersten und drei, vier vom kommenden. Großartige Veränderungen konnte ich bei dieser Präsentation nicht ausmachen. Die Gitarren rattern weiter wie ein Maschinengewehr und die Drums wirbeln wie ne Stalinorgel. Hat gut gepasst und so wie ich ausmachen konnte, flippte da so einiges vorne auf der Tanzfläche. Nun durften BSF in ihrer deutschen Hochburg ran. Wer erinnert sich nicht an das Konzert in der BüZe Ehrenfeld aus dem Jahr 2000er, wo die direkt zweimal hintereinander spielten mussten, konnten und wollten. Hier also in der „post-Rookie“ Ära in kleinerem Umfang, aber nicht weniger umjubelt. Natürlich ging es mit „Rise, rise, rise“ los, bis bald die neue EP komplett durchgewichst wurde. Dazu noch die erwarteten Ansagen gegen George W. Bush und irgendwas mit Sozialneid. Von wegen Umverteilen und so. Mit so einer Rede wird man höchsten stellv. Jugendsekretär der IG Metall in Köln-Porz, aber bei diesem Mischmasch aus HC/Emo Leuten gewinnt man nicht mal ne rote Sozinelke. Wie dem auch sei, nach einer guten Stunde mit viel Krach und Action war der Käse gegessen. Bis zum nächsten Mal. (markus m.)