Mighty Mighty Bosstones & Snuff
17.10.02, Köln - Live Music Hall

Gleich mal vorweg: Für mich das beste Konzert in diesem Jahr. CONSUMED hatten abgesagt, dafür durfte die Hausband der LMH, D-SAILORS, ran. Haben wir verpasst. Danach gingen die alten Engländer SNUFF an den Start. Vom neuen Album sind alte Fans wohl leicht enttäuscht, aber so eine Platte wie die „Tweet Tweet my Lovely“ erscheint nur einmal im Leben. Klare Kiste. Dennoch, mit Keyboard und Trompete komplett angetreten, konnten sie die Leute begeistern. „Nick Northern“, „Arsehole“ und ein paar neue Songs gingen gut ab. Nach einer halben Stunde wurde es dann in der hoffnungslos überfüllten Live Music Hall Zeit für die MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, die in Sachen Spritzigkeit, Schnelligkeit und Spielfreude sich selbst übertrafen. Mr. Karr war auch wieder völlig im Trance und am tanzen wie ein Funkenmariechen. Eine Darbietung deluxe. Für old Dicky Barret war das angeblich das beste Konzert der ganzen Tour. Ich will dem nicht widersprechen. Pogo, den die Halle das letzte mal bei GREEN DAY 1997 oder PENNYWISE 2000 gesehen hat. Die Leute waren gierig. Und weil die Band eben einen Hit nach dem nächsten produziert, gab es vom ältesten Song „A little bit ugly“ bis zum neuesten „Sugar free“ alles was das Herz begehrt. „Devils Night out“, „Howwhy Wuz, …“, „Hope I never lose my Wallet“, „He´s back”, “Simmer down”, „Someday I suppose“, „1-2-8”, “Impression that I get”, “Mr. Moran” oder “Old School off the Bright” vom neuen Album und zum Schluss noch „Lights out“. „You gotta go“ wurde dann politisch unkorrekt George W. Bush gewidmet.Bei den BOSSTONES ging diesmal alles. Eine unglaublich geile Atmosphäre. Experten meinen gar, sie waren „tight“. Und das nicht zu knapp. (markus m.)

In der Kölner Live Music Hall war an diesem Abend Punkrock mit Bläsern angesagt. SNUFF und THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES. Haha! Das durfte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Vorher waren aber erst mal D.SAILOR dran, die für die ausgefallenen CONSUMNED angetreten waren. Die Lokal Heros spielten ne Runde Gute-Laune-Pop-Ska-Punk und machten ihren Job ganz gut und ich meine sogar schon ein paar Kids tanzen gesehen zu haben. SNUFF eröffneten ihr viel zu kurzes Set mit „Marbles“ und die Halle kochte. Die mittlerweile auf 6 Mann angewachsene Combo mit Schlagzeugsänger konnte mit Hits wie „Nick Motown“, „Assholes“ und den bekannten Fat Wreck Sampler Stücken voll überzeugen. Etwas über 20 Minuten waren allerdings echt etwas kurz. Gegen 20 vor 10 sprangen die feinen Herren aus Boston nach einem „Soulintro“ mit „Old School“ vom neuen Album „A Jacknife to a Swan“ auf die Bühne. Die Stimmung war echt vom feinsten und auch der Band stand der Spaß ins Gesicht geschrieben. Die nächste Stunde gab’s ne Menge neue und auch alte Ska und Punk Hits unter denen sich natürlich Namen wie „The Impression that I get“, „Someday I Suppose“ und „Were’d you go“ befanden. Nach der besagten Stunde verschwanden die acht Anzugträger von der Bühne um für eine viertel Stunde Zugabe wieder raus zu kommen. Als letzten Song wurden noch die STIFF LITTLE FINGERS gecovert und alle waren glücklich und zufrieden. (patrick)