Bad Religion
16.05.02, Oberhausen - Turbinenhalle
BAD RELIGION mal wieder in Deutschland. Und im Gegensatz zu der Januar-Show im Düsseldorfer Stahlwerk hat mir dieser Gig doch deutlich besser gefallen, zumindest von den Rahmenbedingungen. Die Turbinenhalle fasst normal ca. 4000 Leute, wurde aber geschickt verkleinert, so dass der Laden mit über 2.000 Menschen gut gefüllt war. Man konnte zudem locker in Bühnennähe stehen, kein Vergleich zum ausverkauften Stahlwerk, damals war Stress vorprogrammiert. PALE haben in Oberhausen eröffnet, wärhrenddessen hab ich aber lieber Poster aufgehangen, man muss sich nicht alles angucken im Leben. BAD RELIGION starteten dann nach längerer Pause mit "Suffer", wobei der ungeliebte "Punkrocksong" direkt als zweite Nummer verwurstet wurde. In den folgenden 75 Minuten spielte man sich durch 20 Jahre Punkrock, Klassiker wie "Modern Man", "21st Century Boy", "Fuck Am.." oder "Atomic Garden" wurden ebenso beachtet wie neuere Tracks ala "Broken", "Kyoto Now!" oder "Prove It". Im Endefekt ist es immer wieder schön, die alten Männer aus Kalifornien zu sehen, das Material bis Anfang der 90er ist sowieso Gott, und die neue Scheibe geht ja auch mehr als okay. Routinierte Band, die beste Rock-Qualität rüberbringt. Und für das Publikum interessiert sich ja eh keiner, so schlecht es auch sein mag. Ich will die Band sehen, nicht den Mob. (nico)