Agnostic Front
12.07.01, Bochum - Zwischenfall
Auf diese Show hatte ich wirklich grossen Bock - nachdem wir nachmittags das AK 47 noch aufgeräumt hatten, ging es bereits am frühen Abend Richtung Bochum. An diesem Tag durfte ich im Zwischenfall die Tür machen, OLD SYTLES BEST hab ich dann nur gehört, aber nicht gesehen. Bei der Show der Bochumer Coverband (von COCK SPARRER bis SIDE BY SIDE) gings wohl schon ganz gut zur Sache. Pünktlich zu AGNOSTIC FRONT war ich dann auch im oberen Konzertraum, der natürlich bestens gefüllt war. Los ging's mit "Something's Gotta Give", die folgenden 45 Minuten beeinhalteten das gewöhnliche AF-Programm. Hauptsächlich wurden die Hits der letzten beiden Alben gespielt, neue Sachen gab's hingegen nicht zu hören. Der neue Bassist war wohl noch etwas nervös, ansonsten klappte die Sache ganz gut. Frage mich nur, warum eine Band wie AF es nötig haben, die immer gleichen Ansagen zu bringen. Wie auf den letzten 13 Touren gab Roger sein Statement zu Hip-Hop ab, bevor wenig später die ersten Akkorde von "Gotta Go" erklangen. Stigma widmete "Pauly" dann seinem Tattoo-Studio, das übliche Spiel eben. Als Cover wurden "Crucified" und "Take Em All" geboten, alte Sachen wie "Victim In Pain" gab's noch obendrauf. Der Mob ging ziemlich gut ab, Skinhead-Pogo und Stagediving aus allen Richtungen inbegriffen. Das ganze ging sogar so weit, dass jemand vom Krankentransport abgeholt werden musste. AF kann man sich immer wieder angucken, denn so viel Energie haben nur ganz wenige Hardcore-Bands. Die Intention dieser Tour war mir dann aber nicht ganz klar, offiziell hiess es, kleine Clubs zu spielen, um der Szene etwas zurückzugeben. Dann waren Locations wie der Zwischenfall oder das Logo in Ahaus aber sicherlich die falschen Orte, 500er Discos haben doch nichts mit Hardcore zu tun. Und selbst in diesen Läden waren nur jeweils 350 Menschen am Start, da hätte man lieber die ganz kleinen Dingers anpeilen sollen. Wat solls? Just Another AGNOSTIC FRONT-Tour. (nico)